Box Office "Twilight", "Panem" - und jetzt "Divergent"?

Fortsetzungsromane für Jugendliche - da wittert Hollywood den Franchise-Erfolg. Mit "Divergent" scheint die Rechnung in den USA mal wieder aufzugehen. In Deutschland fand die Computerspiel-Verfilmung "Need for Speed" weniger Zuschauer als die Flugzeug-Action "Non-Stop".
Auf dem Sprung in die erste Kino-Liga? Zoë Kravitz und Shailene Woodley in "Divergent"

Auf dem Sprung in die erste Kino-Liga? Zoë Kravitz und Shailene Woodley in "Divergent"

Foto: Concorde

USA

1. Gewinner der Woche

Seit die Bücher von Stephenie Meyer ("Twilight") und Suzanne Collins ("Hunger Games") als Verfilmungen zu Kassenknüllern in Serie wurden, sind die Hollywood-Studios auf der Suche nach dem nächsten Franchise-Hit auf dem Markt der Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Bestseller-Bücher sind dabei keine Garantie für den Kinoerfolg, viele Hoffnungen auf Gewinner-Reihen zerstoben schon nach dem ersten Film.

Doch nun scheint es mal wieder geklappt zu haben: Veronica Roth heißt die glückliche Roman-Autorin, die mit vielen weiteren verkauften Exemplaren ihrer Buch-Trilogie rechnen kann, die auf Deutsch unter dem Titel "Die Bestimmung" erschienen ist. Denn die erste Roth-Verfilmung "Divergent" mit Shailene Woodley ist mit großem Publikumszuspruch in den US-Kinos gestartet. 55,9 Millionen Dollar spielte die Science-Fiction-/Fantasy-Geschichte ein - zwar deutlich weniger als die ersten "Twilight"- und "Hunger Games"-Filme, aber locker genug für Platz eins der Kino-Charts.

2. Verlierer der Woche

Als die Muppets 2011 nach über einem Jahrzehnt Pause wieder auf die Kinoleinwand zurückkehrten, wurde der Neustart recht euphorisch aufgenommen. Doch allzu lange scheinen die Lorbeeren sich nicht gehalten haben: Waren 2011er-"Muppets" mit einem Einspielergebnis von 29,2 Millionen Dollar gestartet, so kam nun "Muppets Most Wanted" nur auf 17,7 Millionen Dollar - und das trotz Stargästen wie Ricky Gervais und Tina Fey, trotz Werbeeinsätzen an der Seite von Michelle Obama und in der New Yorker Börse, wo der grüne Kermit am St. Patrick's Day die Geschäfte eröffnete. Immerhin: Für Platz zwei in den Kino-Charts reichte es doch noch.

3. Zahl der Woche

780 Kinos, hauptsächlich im Süden der USA, beteuerten: "God's Not Dead". So heißt ein christliches Drama mit den Stars der Reality-TV-Show "Duck Dynasty", das mit einem erstaunlichen Einspielergebnis von 8,6 Millionen Dollar auf Platz fünf der Kino-Charts startete.

Deutschland

1. Gewinner der Woche

In Deutschland war der Neustart "Need for Speed" der größte Umsatzbringer an den Kinokassen. 2,1 Millionen Euro spielte die Videospielverfilmung um geheime Autorennen an seinem ersten Wochenende nach Angaben von "Blickpunkt:Film" ein. Das waren rund 200.000 Euro mehr als der Actionthriller "Non-Stop".

Doch "Non-Stop" konnte anders als "Need for Speed" keine 3-D-Zuschläge verbuchen. Nach Zuschauerzahlen, die für die Kino-Charts des Marktforschungsunternehmens GFK-Entertainment maßgeblich sind, steht "Non-Stop" mit Liam Neeson weiterhin an der Spitze - mit 228.000 Besuchern. "Need for Speed" mit Aaron Paul kam auf rund 185.000 verkaufte Karten.

Bester Neustart ist die Romanverfilmung "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand": 135.000 Zuschauer reichten für Platz vier.

2. Verlierer der Woche

Ganz an den Top Ten vorbei schlitterte der Kriegsfilm "Lone Survivor". 40.000 Besucher wollten Mark Wahlberg als Patrioten am Hindukusch erleben.

3. Und welcher Film hat eine zweite Chance verdient?

"Grand Budapest Hotel" wird immer deutlicher zu dem großen Arthouse-Hit des Frühjahrs 2014. Wes Andersons Star-Parade steht in den deutschen Kino-Charts auf einem starken achten Platz mit 95.000 Kinogängern. In den USA wird das Vertriebsnetz für "Grand Budapest Hotel" nach und nach auf immer mehr Kinos ausgeweitet - doch schon jetzt steht der Film auf Platz sieben der Charts. Vielleicht ist das hier so ein Film, den man zum Mitreden gesehen haben muss?

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Foto: SPIEGEL ONLINE
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