Kirk Douglas "Ich bin gegen Technik"

Schauspiel-Veteran Kirk Douglas outete sich auf der Berlinale als Fortschrittsgegner. An seiner Schwiegertochter Catherine Zeta-Jones schätzt er vor allem deren Familiensinn.


Große Gesten: Kirk Douglas auf der Berlinale 2001
DPA

Große Gesten: Kirk Douglas auf der Berlinale 2001

Berlin - Kirk Douglas, Hollywood-Altstar und Gewinner des Ehrenbären der 51. Berlinale, hat die zunehmende Technisierung des Films kritisiert. "Ich bin gegen Technik, ich kann nicht mal Auto fahren", sagte der 84-jährige Hollywoodstar am Donnerstag bei den Berliner Filmfestspielen. "Früher wurden Geschichten über Menschen erzählt, heute verlassen sich die Filmemacher zu sehr auf Special Effects", meinte der Schauspieler.

Voll des Lobes war Kirk Douglas über seine Schwiegertochter Catherine Zeta-Jones. "Die Frau meines Sohnes Michael ist eine wundervolle Frau, nicht nur schön, sondern auch ein richtiger Familienmensch", schwärmte der Altstar. "Und sie hat einen wunderbaren kleinen Sohn geboren, der das schönste Grübchen hat, das man sich vorstellen kann."

Douglas bekannte, dass er in jedem seiner über 80 Filme auch immer ein Stück sich selbst gespielt habe. "Wenn ich eine Rolle in einem Film ausgewählt habe, habe ich nie versucht, unbedingt den Guten zu spielen", sagte er. Lieber seien ihm immer die Rollen gewesen, in denen er ausspielen konnte, was in ihm selber gesteckt habe. "Wenn ich den Bösen spielen konnte, wurde es interessanter."

Kirk Douglas war am Mittwoch in die Hauptstadt gekommen, um den Goldenen Bären für sein Lebenswerk in Empfang zu nehmen. Der Preis wird am Freitagabend bei einer Galaaufführung des Stanley-Kubrick-Films "Wege zum Ruhm", in dem er die Hauptrolle spielt, verliehen.



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