Strikte Abtreibungsgesetze Schauspielerinnen sagen Drehs in Georgia ab

Steueranreize lockten in den vergangenen Jahren Filmteams nach Georgia. Nun wollen Schauspielerinnen wie Kristen Wiig nicht mehr in dem US-Bundesstaat drehen. Grund ist die Abtreibungspolitik.

Kristen Wiig: Will nicht mehr in Georgia drehen
Victoria Will/ AP/ DPA

Kristen Wiig: Will nicht mehr in Georgia drehen


Aus Protest gegen die Einführung strikter Abtreibungsgesetze in Georgia haben mehrere Filmemacherinnen Drehs in dem US-Bundesstaat abgesagt. Die Schauspielerinnen und Autorinnen Kristen Wiig und Annie Mumolo ("Brautalarm") würden ihre geplante Komödie "Barb and Star Go to Vista Del Mar" nach Angaben eines Sprechers nicht in Georgia drehen, berichtet das "Time"-Magazin.

Zudem gab die TV-Regisseurin Reed Morano (The Handmaid's Tale") bekannt, keine Szenen für die geplante Thrillerserie "The Power" in dem Staat zu drehen. Es fühle sich falsch an, dort die Show zu produzieren und Steuervergünstigungen von einem Staat mit derart restriktiver Abtreibungspolitik anzunehmen, erklärte Morano.

"Stranger Things" und "Ant-Man"

Der republikanische Gouverneur von Georgia, Brian Kemp, hatte Anfang Mai ein Gesetz unterzeichnet, das Schwangerschaftsabbrüche verbietet, sobald ein Herzschlag des Fötus feststellbar ist. Es ist eine der schärfsten Abtreibungsregelungen in den USA.

Durch Steueranreize und andere Lockmittel ist Georgia in den vergangenen Jahren zu einem beliebten Drehort für TV- und Spielfilmproduktionen geworden. Unter anderem wurden dort Filme und Serien wie "Baby Driver", "Ant-Man" und "Stranger Things" gedreht.

brs/dpa



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