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Michelle Williams Respekt vor tierischen Kollegen

aus DER SPIEGEL 23/2022
Foto:

Clemens Bilan / epa

Die Schauspielerin Michelle Williams, 41, war schon an der Seite von Stars wie Leonardo DiCaprio, Ryan Gosling oder Kristen Stewart zu sehen. Die größte Herausforderung stellen für die vierfach oscarnominierte US-Amerikanerin aber Kollegen ganz anderer Art dar: Tiere. »Sie wissen nicht, dass eine Kamera läuft, sie sind ganz in der Gegenwart verhaftet und fordern das Gleiche auch von dir. Sie können dich wirklich vorführen als jemanden, der schauspielert«, hat Williams anlässlich ihres neuen Films »Showing Up« erzählt. Das hu­morvolle Porträt einer neuro­tischen Bildhauerin hatte jüngst Weltpremiere im Wettbewerb von Cannes und wurde dort frenetisch gefeiert. In dem Film kümmert sich Williams’ Figur, die Bildhauerin Lizzie, zunächst widerwillig um eine verletzte Taube. Mit der Vorbereitung einer Ausstellung ihrer neuen Skulpturen hat sie schon genug zu tun. Doch nach und nach wächst ihr die Taube Lizzie ans Herz und darf schließlich, mit verbundenem Flügel und weich gebettet in einen Karton, mit zur Vernissage. »Showing Up« ist bereits der vierte Film, den Williams zusammen mit der US-amerikanischen Regisseurin Kelly Reichardt gedreht hat. In ihrem ersten gemeinsamen Film »Wendy and Lucy« von 2008 spielte Williams eine junge Obdachlose, die nur noch ihren Hund als Rückhalt hat. Den größten Eindruck hinterließ bei ihr aber offenbar ein Affe, mit dem sie 2013 in »Die fantastische Welt von Oz« zu sehen war. »Dieser Affe sollte Schauspiel unterrichten«, so Williams. »Was für eine Präsenz.«

hpi
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