Oscar 2003 "Nirgendwo in Afrika" vertritt das deutsche Kino

Caroline Links Familien-Epos "Nirgendwo in Afrika" wurde von der Export-Union des Deutschen Films ins Rennen um eine Nominierung für den besten ausländischen Film bei der kommenden Oscar-Verleihung vorgeschlagen.


Link-Film "Nirgendwo in Afrika" (mit Karoline Eckertz, r., Silas Kerati): Beeindruckende Bilder
DDP

Link-Film "Nirgendwo in Afrika" (mit Karoline Eckertz, r., Silas Kerati): Beeindruckende Bilder

München - Die neunköpfige unabhängige Fachjury, die für den deutschen Nominierungsvorschlag in der Kategorie "Bester nicht englischsprachiger Film" berufen worden war, habe sich für den Streifen der Regisseurin Link entschieden, teilte die Export-Union am Dienstag mit.

Zur Begründung hieß es, der Film erzähle in beeindruckenden Bildern das Epos einer deutsch-jüdischen Familie im Exil. Die Regisseurin zeichne vor dem Hintergrund kultureller Kontraste das Porträt einer ungewöhnlichen Lebenssituation. Der Film, der unter anderem bereits mit der Produzenten-Auszeichnung zum Bayerischen Filmpreis und mit fünf Lola-Auszeichnungen beim Deutschen Filmpreis 2002 geehrt wurde, spielte den Angaben zufolge an den deutschen Kinokassen bisher fast acht Millionen Euro ein.

Unter den nationalen Einreichungen wird die amerikanische Filmakademie am 11. Februar diejenigen fünf Filme nominieren, die an der Endauswahl des Wettbewerbs um den Oscar für den besten nicht englischsprachigen Film teilnehmen. Die 75. Verleihung der Oscar-Preise findet am 23. März 2003 in Los Angeles statt.

Im vergangenen Jahr schickte die Export-Union Oliver Hirschbiegels "Das Experiment" ins Rennen um den Auslands-Oscar. Der erfolgreiche Thriller mit Moritz Bleibtreu wurde jedoch ebenso wenig unter die Nominierten gewählt wie Oskar Roehlers Drama "Die Unberührbare" im Jahr zuvor.



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