Oscar-Vorspiel I Bennifer bei "Razzies" sechsfach gedemütigt

Spott, Häme und kein Ende: Jennifer Lopez und Ben Affleck, die sich kurzzeitig für ein Film-Traumpaar hielten, haben den in Hollywood verhassten Filmpreis "Goldene Himbeere" gewonnen - je drei Mal. Sylvester Stallone schafft einen Negativrekord.


Affleck und Lopez bei der "Gigli"-Premiere: Darsteller schlecht, Film mies, Drehbuch furchtbar
DPA

Affleck und Lopez bei der "Gigli"-Premiere: Darsteller schlecht, Film mies, Drehbuch furchtbar

Santa Monica - Affleck und Lopez wurden am Samstag in Santa Monica für ihr schauspielerisches Versagen in je drei Kategorien mit dem Anti-Oscar "ausgezeichnet" - natürlich in ihrer Abwesenheit. Die Verleihung der "Golden Raspberry"-Preise findet traditionell am Vorabend der Oscar-Gala statt.

Bennifers erster gemeinsamer Film, der Megaflop "Gigli", erhielt ebenfalls drei "Razzies". Er wurde mit je einer Schmähtrophäe für den schlechtesten Film des Jahres, für die schlechteste Regie (Martin Brest) und für das schlechteste Drehbuch ausgezeichnet.

Mit seinen insgesamt sechs Himbeeren schaffte es "Gigli" knapp, hinter den Rekordhaltern der 24-jährigen "Razzie"-Geschichte zu bleiben: "Showgirls" und "Battlefield Earth" hatten in vergangenen Jahren sieben Mal für Spott herhalten müssen.

"Film mit Konzept, aber ohne Inhalt"

Dafür stellte Sylvester Stallone einen Rekord auf. Er bekam seine zehnte Himbeere zugesprochen, in diesem Jahr für seine Nebenrolle in "Spy Kids 3-D: Game Over". Damit führt Stallone die Liste der männlichen Filmstars mit den meisten Negativorden an. Madonna war im vergangenen Jahr zur weiblichen Spitzenreiterin geworden. Sie kam bisher neun Mal ungewollt zum Zuge.

Auch Demi Moore blieb in diesem Jahr nicht verschont. Sie erhielt den Spottpreis für ihre Nebenrolle in "Charlie's Angels: Full Throttle" zuerkannt. Der Film musste sich außerdem die Auszeichnung für den schlechtesten Folgteil einer Filmserie gefallen lassen. Die Vefilmung des Dr.-Seuss-Kinderbuches "The Cat in the Hat" mit dem Komödianten Mike Myers gewann den Preis in einer neu geschaffenen Kategorie: Film mit Konzept, aber ohne Inhalt.

Anders als die vergoldeten Oscar-Statuetten der Hollywood-Akademie sind die "Razzies" nur aus Plastik und mit goldener Sprühfarbe überzogen. Ihr Wert liegt umgerechnet bei etwa drei Euro. Hinter der Verleihung der kuriosen Preise steckt der Filmliebhaber John Wilson, dessen Wahl von einer Jury aus 450 Journalisten und anderen Filmexperten in aller Welt unterstützt wird.

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