Festival als 2G-plus-Format geplant Fassbinder-Hommage von François Ozon soll Berlinale eröffnen

»Die bitteren Tränen der Petra von Kant« lief 1972 auf der Berlinale. 50 Jahre später wird eine »Interpretation« des Films das Festival eröffnen. Es soll trotz Omikron im Februar stattfinden.
Denis Ménochet und Isabelle Adjani in »Peter von Kant«: Freie Interpretation von Rainer Werner Fassbinders Meisterwerk

Denis Ménochet und Isabelle Adjani in »Peter von Kant«: Freie Interpretation von Rainer Werner Fassbinders Meisterwerk

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C. Bethuel, Foz

Der neue Film des französischen Regisseurs François Ozon soll die diesjährige Berlinale eröffnen. Der Film »Peter von Kant« nehme auch am internationalen Wettbewerb teil. »Für den diesjährigen Auftakt haben wir einen Film gesucht, der Leichtigkeit und Schwung in unseren trüben Alltag bringen kann«, teilte der künstlerische Direktor Carlo Chatrian am Mittwoch mit.

Der Eröffnungsfilm sei eine freie Interpretation von Rainer Werner Fassbinders Meisterwerk »Die bitteren Tränen der Petra von Kant«, das 1972 bei den Filmfestspielen im Wettbewerb um den Goldenen Bären lief. Regisseur Ozon (»8 Frauen«, »Frantz«) war schon mehrfach bei der Berlinale. In seinem neuen Film spielen Denis Ménochet, Isabelle Adjani und Hanna Schygulla mit. Weltpremiere soll am 10. Februar in Berlin sein.

Platzkapazitäten reduziert

Die Berlinale 2022 soll trotz gestiegener Infektionszahlen mit Publikum stattfinden – allerdings mit verschärften Regeln. Die Kapazitäten in den Kinos werden begrenzt, außerdem soll die 2G-plus-Regel gelten. »Wir sind uns der Herausforderungen bewusst, die durch den unberechenbaren Verlauf der Pandemie entstehen«, teilte die Festivalleitung am Mittwoch mit. »Gleichzeitig meinen wir, dass die Kultur eine so elementare Rolle in der Gesellschaft spielt, dass wir den Aspekt nicht aus den Augen lassen möchten.«

Die Berlinale zählt neben Cannes und Venedig zu den großen Filmfestivals der Welt. Die nächste Ausgabe soll in vier Wochen in Berlin beginnen. Nach den jüngsten Beschlüssen des Bundes und des Berliner Senats seien die Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen nochmals überprüft worden, hieß es in der Mitteilung. Format und Konzept seien entsprechend der Pandemie verändert worden.

Zutritt sollen demnach nur Menschen haben, die bereits gegen das Coronavirus geimpft oder von einer Infektion genesen sind. Außerdem braucht man einen Coronatest (2G plus) und einen Mund-Nasen-Schutz. Das Konzept sehe auch eine grundsätzliche Reduktion der Platzkapazitäten in den Berlinale-Kinos auf 50 Prozent vor, hieß es. »Pandemiebedingt werden Partys und Empfänge nicht stattfinden können.« Teile des Festivals – etwa die Messe European Film Market – werden ins Internet verlegt.

feb/dpa
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