"Rosemaries Baby" und "Der Pate" Hollywood-Produzent Robert Evans ist tot

Er war für Kassenschlager wie "Rosemaries Baby", "Love Story" und "Der Pate" verantwortlich - nun ist der Filmproduzent und langjährige Paramount-Chef Robert Evans gestorben.

Robert Evans im Jahr 2013: Zahlreiche Kino-Hits, sieben Ehen
Richard Shotwell / AP

Robert Evans im Jahr 2013: Zahlreiche Kino-Hits, sieben Ehen


Der Filmproduzent und langjährige Produktionschef des Studios Paramount Pictures, Robert Evans, ist tot. Nach Angaben seiner Sprecherin starb er am vergangenen Samstag, wie der US-Sender CNN berichtete. Evans wurde 89 Jahre alt.

Hollywood-Hits wie "Rosemaries Baby" (1969), "Love Story" (1970) und "Der Pate" (1972) entstanden unter seiner Verantwortung als Studio-Chef. Zu seinen weiteren Filmproduktionen zählten Klassiker wie "Chinatown", "Der Marathon-Mann" und "Cotton Club".

Evans war in Hollywood auch als Frauenheld bekannt. Er war sieben Mal verheiratet, darunter mit "Love Story"-Star Ali MacGraw. Aus der 1969 geschlossenen Ehe ging Sohn Joshua Evans hervor. Zudem sorgte er mit Drogenproblemen für Schlagzeilen

"Er hatte einen ausgeprägten Instinkt"

1966 übernahm Evans im Alter von gerade einmal 36 Jahren die Produktionsleitung des Filmstudios Paramount Pictures. Mit Filmen wie "Rosemaries Baby" (1968) von Regisseur Roman Polanski und Francis Ford Coppolas "Der Pate" (1972) läutete er für das Studio eine äußerst erfolgreiche Ära ein. "Er hatte einen ausgeprägten Instinkt, wie die lange Liste großartiger Filme während seiner Karriere belegt", erklärte Regisseur Coppola gegenüber AFP. Für die Produktion von Polanskis "Chinatown" (1974) wurde Evans für einen Oscar nominiert.

Evans wurde 1930 als Sohn eines New Yorker Zahnarztes geboren. Zunächst arbeitete er als Partner in einer Bekleidungsfirma, bevor er nach Los Angeles zog, um Schauspieler zu werden. 1957 spielte er im Film "Zwischen Madrid und Paris" nach dem Roman "Fiesta" von Ernest Hemingway mit, wechselte aber bald in die Produktion.

In einer Mitteilung, die dem Filmblatt "Hollywood Reporter" vorlag, reagierte MacGraw auf den Tod von Evans. "Unser Sohn Joshua und ich werden Bob sehr vermissen", schrieb die Schauspielerin. Sie seien sehr stolz auf Evans' "enormen Beitrag" für die Filmindustrie.

mkl/dpa

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