SPIEGEL ONLINE

SPIEGEL ONLINE

06. März 2013, 16:39 Uhr

"Skyfall"-Regisseur

Sam Mendes sagt nächsten Bond-Film ab

Mit "Skyfall" drehte er den erfolgreichsten Bond aller Zeiten, doch auf den nächsten Film der Reihe hat er keine Lust: Wie Regisseur Sam Mendes jetzt in einem Interview verriet, kehrt er zum Theater zurück. Wer James Bond da ausgestochen hat? Ausgerechnet ein Junge mit großer Liebe zur Schokolade.

London - Sam Mendes, Regisseur des aktuellen Bond-Films "Skyfall", steht nicht für den nächsten Film der Reihe zur Verfügung. Das sagte der Brite in einem Interview mit dem Filmmagazin "Empire". "Es ist mir sehr schwergefallen, mich gegen das überaus großzügige Angebot von Michael und Barbara (Wilson und Broccoli, den Produzenten von "Skyfall", Anm. d. Red.) zu entscheiden, beim nächsten Bond-Film Regie zu führen", sagte der Brite.

Mit über einer Milliarde US-Dollar Umsatz ist "Skyfall" der kommerziell erfolgreichste Bond-Film aller Zeiten und wurde jüngst mit zwei Oscars ausgezeichnet. Wegen des Erfolgs war spekuliert worden, ob Mendes auch den nächsten Bond drehen würde. Der 47-Jährige gibt jedoch lieber dem Theater den Vorzug. "Bei 'Skyfall' Regie zu führen, war eine der besten Erfahrungen in meinem Berufsleben. Aber ich habe Verpflichtungen beim Theater, unter anderem Produktionen von 'Charlie und die Schokoladenfabrik' und 'König Lear', die meine volle Konzentration über das kommende Jahr hinaus benötigen."

Mendes arbeitete zunächst als Theaterregisseur, bevor er mit "American Beauty" seinen ersten Spielfilm dreht. Für die Sozialsatire wurde er 2000 als bester Regisseur mit dem Oscar ausgezeichnet. Auch wenn er sich jetzt wieder aufs Theater konzentrieren will, hat sich Mendes ein Hintertürchen zur Bond-Reihe offengehalten. "Ich fühle mich sehr geehrt, dass ich Teil der Bond-Familie sein durfte", sagte er zu "Empire", "und ich hoffe sehr, dass ich in Zukunft noch einmal die Möglichkeit bekomme, mit ihnen zusammenarbeiten zu können."

Nach Angaben des Magazins äußerten Wilson und Broccoli Verständnis für Mendes' Entscheidung, fügten aber hinzu, dass auch sie hofften, "die Gelegenheit zu haben, noch einmal mit ihm arbeiten zu können".

hpi/rtr

URL:

Verwandte Artikel:


© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung