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Julia Ducournau Sex mit Folgen

aus DER SPIEGEL 30/2021
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Mehdi Chebil/Polaris/laif / Polaris/laif

Die Französin Julia Ducournau, 37, hat mit »Titane« den wohl explizitesten Goldene-Palme-Gewinner aller Zeiten gedreht – dabei findet sie Sexszenen meistens überflüssig. »Wenn es nur darum geht, zwei Menschen beim Ficken zu zeigen, ist es irrelevant«, hat Ducournau im Interview mit dem Branchendienst »Indiewire« gesagt. »Wenn eine Sexszene nicht der Entwicklung einer Figur eine weitere Ebene hinzufügt, dann schreib sie nicht.« In ihrem Horrorfilm »Titane« hat eine junge Frau, die seit ihrer Kindheit ein Metallimplantat in der Schädeldecke trägt, Sex mit einem Auto und wird davon schwanger. In Ducournaus Debütfilm »Raw« von 2016 hatte Sex ebenfalls ungeahnte Folgen: Ihrer Hauptfigur, einer jungen Tiermedizinstudentin, kamen dabei kannibalistische Gelüste, denen sie schließlich auch nachging. Mit dem Hauptpreis der Filmfestspiele von Cannes ist Ducournau seit dem vergangenen Wochenende die erste Regisseurin, die in der 74-jährigen Geschichte des Festivals allein die Goldene Palme gewonnen hat. Die Neuseeländerin Jane Campion musste sich den Preis 1993 noch mit dem Chinesen Chen Kaige teilen. »Titane« soll im Herbst 2021 in die deutschen Kinos kommen.

Aus: DER SPIEGEL 30/2021
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