Bekannt aus »Kill Bill« Karatefilm-Superstar Sonny Chiba ist tot

Erst Karate-As im Martial-Arts-Kino der Siebziger, dann Waffenschmied in »Kill Bill«: Der japanische Schauspieler Sonny Chiba ist im Alter von 82 Jahren gestorben. Quentin Tarantino gehörte zu seinen größten Fans.
Sonny Chiba

Sonny Chiba

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Rodrigo Reyes Marin / imago images / AFLO

Der japanische Schauspieler Shinichi Chiba, besser bekannt als Sonny Chiba, ist an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung gestorben: Nach Informationen der Japan Oricon News  starb er am Donnerstag im Alter von 82 Jahren an einer Lungenentzündung. Zuvor sei Chiba seit dem 8. August in einem Krankenhaus behandelt worden. Ein Vertreter bestätigte den Tod gegenüber dem Branchenblatt »Variety« .

Sonny Chiba trat ab den Sechzigerjahren in verschiedenen Karatefilmen auf. Im Westen wurde er Genrekinofans Mitte der Siebziger mit der »The Streetfighter«-Filmreihe zum Begriff. Chiba war der wohl erste Martial-Arts-Kämpfer, der damit zum Star wurde.

Einer jener Eastern-Fans im Westen war Quentin Tarantino, der dem Karatefilmhelden bereits in seinem Drehbuch zu »True Romance« ein Denkmal setzte – die Hauptfigur beschenkt sich zum Geburtstag mit einem Sonny-Chiba-Triple-Feature.

In seiner Asien-Hommage »Kill Bill Volume 1« setzte Tarantino dann Sonny Chiba sogar als Schauspieler ein: Er spielt den Sushikoch, der sich als der legendäre Waffenschmied Hattori Hanzo erweist – und Uma Thurmans Figur das ultimative Samuraischwert herstellt.

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Der kurze Auftritt brachte dem damals 64-Jährigen eine beträchtliche Spätkarriere im Westen ein – in Japan wurde er ja sowieso schon bewundert. Unter anderem spielte Chiba 2006 im dritten Film der Actionreihe »The Fast and The Furious: Tokyo Drift« mit. »Return of the Street Fighter« aus dem Jahr 1974 bekam in Deutschland einen neuen Titel in der DVD-Version: »Sonny Chiba – Der unerbittliche Vollstrecker«. Sein letzter Filmauftritt war 2012 in dem Thriller »Sushi Girl«: Sonny Chiba spielte den Besitzer eines Sushi-Restaurants.

ime/feb
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