"Spectre" Neuer Bond-Film schlägt Vorgängerrekorde

Am Donnerstag kommt das neue 007-Abenteuer in die deutschen Kinos, doch in sechs Ländern ist "Spectre" bereits angelaufen. Der Ansturm dort brach bereits Rekorde, insbesondere in der Heimat des Agenten ihrer Majestät.

Anstoßen auf den starken Start: Léa Seydoux und Daniel Craig in "Spectre"
Sony Pictures

Anstoßen auf den starken Start: Léa Seydoux und Daniel Craig in "Spectre"


41,7 Millionen Pfund spielte der neue James-Bond-Film "Spectre" an seinen ersten sieben Tagen in den britischen Kinos ein. Damit hat der jüngste (und vermutlich letzte) Auftritt von Daniel Craig als Agent 007 den Startrekord im Königreich gebrochen, der vom Vorgängerfilm "Skyfall" aufgestellt worden war.

Großbritannien war eines von sechs Ländern, in denen "Spectre" gleich nach der Weltpremiere in London in den Kinos anlief - und auch in den anderen fünf liegt der Film bestens auf Kurs und deutlich vor den auch schon starken Zahlen für "Skyfall".

Die Niederlande meldeten einen Kassenumsatz von 3,3 Millionen Euro, und auch in den skandinavischen Ländern schoss "Spectre" souverän an die Spitze. Nach Angaben des Kinozahlenportals "Box Office Mojo" bedeuteten die 28,1 Millionen Dänischen Kronen einen neuen Drei-Tages-Kassenrekord.

Daniel Craig als James Bond in "Spectre": Zum vierten Mal ist Craig als britischer Agent 007 zu sehen, vermutlich ist es sein letzter Einsatz. Der Schauspieler, der gerne als bester Bond seit Sean Connery gelobt wird, gab sich nach dem anstrengenden Dreh erschöpft und will überlegen, ob er sich einen weiteren Bond-Film zumutet.

Geheimnisvolle Organisation: Spectre, einst von Bond-Erfinder Ian Fleming erdacht, ist eine staatlich ungebundene Gruppe ehemaliger Agenten: Special Executive for Counterintelligence, Terrorism, Revenge and Extortion. Die Handlung des Films knüpft an Motive aus dem vorletzten, "Ein Quantum Trost", und dem letzten Bond, "Skyfall", an.

Smartes Bondgirl: Die französische Schauspielerin Léa Seydoux tritt in "Spectre" als Madeleine Swann auf. Natürlich betört sie Bond, natürlich bleiben ihre Motive im Dunkeln.

Szene mit Christoph Waltz und Léa Seydoux: Was mag Madeleine Swann, eine Psychologin, die in einer privaten Klinik in den Alpen arbeit, mit Oberhauser zu schaffen haben, dem österreichischen, sehr ominösen Chef von Spectre?

Alles für England: In "Spectre" wird James Bond mal wieder gefoltert, in einer Szene, die schmerzhaft an Mads Mikkelsens Misshandlungsorgie in "Casino Royale" erinnert.

Action-Spektakel: Ansonsten darf 007 erneut allerlei haarsträubende Stunts absolvieren, dabei geht es wie immer einmal um den Erdball: Gedreht wurde "Spectre" in Mexiko, Österreich, Italien, Marokko und natürlich in England.

Schauwerte und exotische Kulissen: Die "Spectre"-Sequenz, die in Mexiko spielt, wurde von den dortigen Behörden eigens abgesegnet, damit das Land nicht zu negativ dargestellt wird. Wie man hört, musste daraufhin noch einmal im Schnitt nachgebessert werden.

Product Placement: Bei einem Budget von kolportierten 250 bis 300 Millionen Dollar kommt auch der mit 148 Minuten längste Bond-Film aller Zeiten nicht ohne kräftiges Sponsoring diverser Markenhersteller aus: Der Aston Martin, diesmal ein DB10, gehört natürlich auch dazu, neben Uhren, Handys, etc.

Mexikanisches Bond-Girl: Neben Monica Bellucci und Léa Seydoux gibt es noch eine dritte Dame, die Bond in "Spectre" bezirzen darf. Es ist die mexikanische Schauspielerin Stephanie Sigman, die in der Eröffnungssequenz eine Rolle spielt.

Bond, James Bond: Wird "Spectre" der letzte 007-Einsatz von Daniel Craig sein? Seine Nachfolger werden von britischen Buchmachern bereits in Stellung gebracht - vorne liegen zurzeit Idris Elba ("Luther"), Damien Lewis ("Homeland") und Tom Hardy ("Legend").

In Deutschland, wo "Spectre" am Donnerstag anläuft, wird Bond in der kommenden Woche dann wohl Hitler von der Chartspitze verdrängen: "Er ist wieder da" liegt derzeit mit bisher insgesamt 1,75 Millionen Besuchern vorn, meldet "Blickpunkt:Film". Es ist der zweiterfolgreichste deutsche Film des Jahres 2015 - nach "Fack Ju Göhte 2", der bisher gut 7,1 Millionen Zuschauer hatte.

Auf dem weltweit größten Markt, den USA und Kanada, erwarten die Kinobesitzer den Start von "Spectre" wohl sehnlich: Der Herbst ist derzeit geprägt von mäßigen Zahlen. Vorne liegt auch am fünften Wochenende in den Kinos "Der Marsianer" von Ridley Scott mit Matt Damon.

Insbesondere Filme, die sich an ein erwachseneres Publikum richten, floppten in jüngerer Zeit - trotz großer Stars in den Hauptrollen: Nachdem in der Vorwoche das Biopic über den Apple-Gründer "Steve Jobs" nur auf Platz sechs in den Kinocharts kam, erwischte es nun "Im Rausch der Sterne" mit Bradley Cooper (Platz fünf) und, noch schlimmer, "Our Brand Is Crisis", die von George Clooney produzierte Politsatire mit Sandra Bullock - sie kam nur auf Platz sieben der Kinocharts.

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insgesamt 7 Beiträge
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calinda.b 02.11.2015
1. Danke, nein.
Non-Stop Schleichwerbung mit kindischen Aktionszenen verbunden, nein danke.
rotella 02.11.2015
2. Da fehlt was!
"Sag niemals nie" von 1984 fehlt in der Chronologie. Der letzte Bond-Film mit Sean Connery...
elroq 02.11.2015
3. Kein offizieller Bond...
Daher fehlt "Sag niemals nie". Nur zur Info für den zweiten Kommentator. :) Ebenso wie der erste "Casino Royale" mit Niven & Co.
räbbi 02.11.2015
4.
Zitat von rotella"Sag niemals nie" von 1984 fehlt in der Chronologie. Der letzte Bond-Film mit Sean Connery...
Der zählt nicht... ...warum, weshalb und ob vielleicht doch, wird mindestens seit 1984 heiß diskutiert.
clausbremen 02.11.2015
5. So ein Quatsch ...
... echte Bond-Fans fragen nicht danach, auf welcher Rechtsgrundlage und vom wem ein Film produziert wurde. "Never Say Never Again" von 1983 (nicht: 1984) ist ein gut gemachter Thriller mit allen Bond-Elementen, die der Fan braucht. Speziell Sean Connery in der Hauptrolle und einige weitere Stars sind auch dabei. Dieses "Remake" von Feuerball IST ein richtiger Bond, kein Zweifel.
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