Filmprojekt "Spencer" Kristen Stewart soll Prinzessin Diana spielen

Der Vampir-Liebesfilm "Twilight" machte Kristen Stewart zum Star. Jetzt wird die US-Schauspielerin die britische Prinzessin Diana verkörpern: In "Spencer" geht es um die Trennung von Charles.
Schauspielerin Kristen Stewart: Sie soll Lady Di verkörpern

Schauspielerin Kristen Stewart: Sie soll Lady Di verkörpern

Foto: Axelle/ Bauer-Griffin/ FilmMagic/ Getty Images

"Kristen kann vieles", sagt der chilenische Regisseur Pablo Larraín, 43, "sie kann sehr geheimnisvoll und sehr zerbrechlich aber letztendlich auch sehr stark wirken." Vielleicht hat die Schauspielerin deshalb nun diese royale Rolle bekommen: Kristen Stewart, 30, soll in dem Drama "Spencer" Prinzessin Diana spielen.

Pablo Larraín, der zuvor in "Jackie" bereits Natalie Portman als Jacqueline Kennedy inszenierte, will sein neues Projekt Anfang 2021 in Angriff nehmen. Das Drehbuch schreibt Steven Knight ("Taboo", "Peaky Blinders").

Eine Ikone soll zu sich finden

In dem Film, der nach Dianas Geburtsnamen benannt ist, geht es um ein langes Weihnachtswochenende auf dem königlichen Landsitz Sandringham Anfang der Neunzigerjahre - als Diana den Beschluss fasste, sich von Prince Charles zu trennen. Mit dem Film wolle er erzählen, wie Diana, eine von aller Welt geliebte Ikone, zu sich selbst findet, sagt Larraín in einem Interview mit dem Branchenportal Deadline.com. Diana oder Lady Di, wie sie in der Öffentlichkeit oft genannt wurde, verunglückte 1997 tödlich bei einem Autounfall.

Der deutsche Regisseur Oliver Hirschbiegel drehte bereits 2013 einen Film über die letzten Jahre Dianas. Die Hauptrolle in dem als allzu kitschig kritisierten Melodram übernahm damals Naomi Watts.

Kristen Stewart spielte bereits als Zwölfjährige im Thriller "Panic Room" an der Seite von Jodie Foster. Durch den Vampir-Liebesfilm "Twilight - Biss zum Morgengrauen" und dessen Fortsetzungen wurde sie im Alter von 18 Jahren weltweit bekannt. In einem Interview sprach Stewart erst kürzlich über ihre Erfahrungen als junge Schauspielerin. "Ich hatte echte Probleme mit dem Ruhm, der quasi über Nacht auf mich geworfen wurde." Zuletzt spielte sie in zahlreichen Arthouse- und Independent-Filmen mit, darunter "Certain Women" und "Jean Seberg - Against all Enemies".

Regisseur Larraín wurde mit der Filmtrilogie "Post Mortem", "Tony Manero" und "Fuga" über die letzten Jahre der Pinochet-Diktatur bekannt. Seine Tragikomödie "No" mit Gael García Bernal in der Hauptrolle über das Referendum, das Pinochets Sturz einläutete, wurde 2012 für den Oscar nominiert. Neben seinem Filmporträt "Jackie" ist Larraín auch durch die Filme "Neruda", ein Biopic über die politische Verfolgung des chilenischen Nationaldichters, bekannt. Zuletzt zeigte er beim Filmfestival in Venedig sein wildes Frauenporträt "Ema".

evh/dpa
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