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Neuer "Star Wars"-Film Regisseur Abrams sagt Enttäuschung voraus

Noch zwei Wochen, dann startet der neue "Star Wars"-Film in den Kinos. Regisseur Abrams warnt die Fans jedoch schon mal vor: An die Magie von George Lucas reiche er nicht heran.

Knapp zwei Wochen vor der Premiere des neuen "Star Wars"-Films sind in New York schon Jedis, Stormtroopers und Ewoks unterwegs. Zum ersten "Star Wars Run" im Stadtteil Queens werden Hunderte Läufer in Kostümen erwartet. Motto des nicht ganz ernst gemeinten Wettbewerbs: "Das Rennen sei mit dir".

Das Rennen zeigt, wie sehr sich die Fans auf den siebten Teil der Sternensaga freuen. Aufschlussreich sind auch diese teils doch recht extravaganten Fanartikel, die das Star-Wars-Universum bereit hält. Auch die Vorverkaufszahlen sprechen eine klare Sprache: "Das Erwachen der Macht" hatte bereits im November einen Rekord aufgestellt. So soll der Film bereits vor dem Start am 17. Dezember über 50 Millionen Dollar (knapp 47 Millionen Euro) eingespielt haben - das Doppelte des bisherigen Rekordhalters, dem Batman-Film "The Dark Knight Rises" im Jahr 2012. Für die Premierenwoche werden allein in den USA und in Kanada Einnahmen zwischen 170 und 220 Millionen US-Dollar (umgerechnet 156 bis 202 Millionen Euro) prognostiziert.

Die Begeisterung ist so groß, dass Regisseur J. J. Abrams nun zur Vorsicht mahnt. Auf die Frage, ob der Film die Hoffnungen der Fans erfüllen werde, sagte er der Nachrichtenagentur Reuters: "Nein. Wie kann etwas solchen Erwartungen gerecht werden?"

Er könne sich nichts vorstellen, was an die "Magie" von George Lucas heranreiche, sagte Abrams. "Aber wir haben unser Bestes versucht." "Star Wars"-Erfinder Lucas hatte sich nach dem Verkauf seines Filmstudios an Walt Disney 2012 von der Reihe zurückgezogen.

Rätsel um Luke Skywalker

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Star Wars VII: Wo ist Luke?

Foto: Lucasfilm

Abrams' Worte sind natürlich kalkulierende Koketterie. Die Filmemacher hatten in den vergangenen Monaten schließlich keinen Aufwand gescheut, "Star Wars VII" als ultimatives Kinoerlebnis zu bewerben. Seit Monaten kursieren im Netz Trailer und Werbevideos. Was darin zu sehen ist, erfahren Sie hier.

Details zum Inhalt halten Abrams und die Disney-Studios streng geheim. Bekannt ist nicht viel mehr, als dass die Geschichte 30 Jahre nach "Die Rückkehr der Jedi-Ritter" spielt - und dass der Brite John Boyega dabei ist. Die Geheimniskrämerei hat im Internet zu wilden Spekulationen geführt, unter anderem rund um das Schicksal von Luke Skywalker, der in den Trailern nicht vorkommt.

Man wolle die Leute, die den Film sehen wollen, vor zu viel Wissen schützen, sagt Abrams über die Skywalker-freien Trailer. "Wenn das jemanden verrückt macht, tut's mir leid." Die Herausforderung habe für ihn darin bestanden, die alte "Star Wars"-Welt aufleben zu lassen, so wie Lucas sie 1977 im Original erfunden habe, und gleichzeitig etwas völlig Neues erzählen.

"Wir sind rückwärts gegangen, um voranzukommen." Herausgekommen ist laut Abrams ein Film mit neuen Figuren, großartigen visuellen Effekten und einer Musik, die einem "das Herz bricht".


"The Force Awakens" kommt am 17. Dezember 2015 in die deutschen Kinos.

Walt Disney Studios Motion Picture Germany
jus/Reuters/dpa
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