US-Studie Männer spielten 2021 in Hollywood doppelt so oft Hauptrollen wie Frauen

Weibliche Hauptfiguren blieben 2021 in Hollywood trotz Filmen wie »Cruella« in der Unterzahl: Wie eine Studie ergab, dominierten weiterhin Männer bei den tragenden Rollen.
Daniel Craig als James Bond: Frauen blieben in »Keine Zeit zu sterben« (2021) oft eher im Hintergrund

Daniel Craig als James Bond: Frauen blieben in »Keine Zeit zu sterben« (2021) oft eher im Hintergrund

Foto: Nicola Dove / Universal Pictures

Frauen sind in Hollywood unterrepräsentiert. Wie eine US-Studie des »Center for the Study of Women in Television & Film«  ergab, waren in US-Filmen im Jahr 2021 insgesamt nur etwa ein Drittel aller Figuren weiblich – und das offenbar unabhängig von der Art der Rollen: Bei den Hauptfiguren betrug der Anteil 31 Prozent. Gerechnet auf die Gesamtheit aller sprechenden Figuren lag er nur unwesentlich höher, bei 34 Prozent. Das heißt, Männer spielen doppelt so oft Hauptrollen wie Frauen.

Frau ist gleich jung – Mann ist gleich kriminell?

Laut Studie blieben außerdem grundlegende Geschlechterstereotypen bestehen. Weibliche Charaktere waren in den Filmen demnach meistens jünger, der Familienstand war eher bekannt als bei Männern. Dafür hatten Männerfiguren häufiger einen erkennbaren Beruf als weibliche Charaktere. Mädchen und Frauen hatten eher persönliche Ziele, während Jungen und Männer eher berufliche Ziele oder auch Gewalt und Kriminalität verfolgten.

Die jährliche Studie des »Center for the Study of Women in Television & Film« findet sei 2002 einmal jährlich statt. Untersucht werden dazu sämtliche sprechende Charaktere in den 100 umsatzstärksten Filmen des Jahres. Seit 2002 ist nach Angaben des US-Instituts der Anteil an Frauen in Filmrollen leicht gestiegen: Damals lag er insgesamt bei 28 Prozent – und sechs Prozent unter dem heutigen Wert.

ime