Nordkorea-Satire "The Interview" spielt 15 Millionen Dollar übers Internet ein

Im Netz ein Hit: Die umstrittene Nordkorea-Satire "The Interview" wurde innerhalb von vier Tagen von zwei Millionen Menschen gesehen.
"The Interview": Nach Kino-Querelen jetzt Internet-Hit

"The Interview": Nach Kino-Querelen jetzt Internet-Hit

Foto: KEVORK DJANSEZIAN/ REUTERS

Hamburg/Los Angeles - Die umstrittene Nordkorea-Satire "The Interview" hat in den ersten Tagen ihrer Online-Veröffentlichung bereits mehr als 15 Millionen Dollar (umgerechnet etwa 12 Millionen Euro) eingespielt. Das berichteten US-Medien unter Berufung auf offizielle Zahlen des Filmstudios Sony. Demnach sahen sich zwei Millionen Nutzer den Film zwischen Mittwoch und Samstag auf Online-Plattformen wie YouTube, Google Play oder iTunes an.

Ursprünglich sollte der Film am ersten Weihnachtsfeiertag in 2500 US-Kinos an den Start gehen. Eine Hackergruppe startete jedoch einen Angriff auf Sony und drohte wegen des Films mit Anschlägen, woraufhin zahlreiche US-Kinos verkündeten, "The Interview" aus dem Programm zu nehmen.

Das wiederum veranlasste Sony zunächst, den Filmstart abzusagen. Heftige Kritik aus Kultur und Politik wurde laut, sogar aus dem Weißen Haus. Die Entscheidung der Produktionsfirma sei ein "Fehler", sagte Präsident Barack Obama. Aufgrund der öffentlichen Missbilligung entschied sich Sony schließlich, den Film doch zu veröffentlichen: in mehreren Hundert Kinos sowie gegen Gebühr auf diversen Internetplattformen.

Über den Kurswechsel zeigte sich Obama "erfreut" - er ließ aber offen, ob er sich die Satire selbst anschauen werde. Auch andere ranghohe Politiker und Hollywood-Vertreter hatten zunächst davor gewarnt, mit der Absage des Films einen gefährlichen Präzedenzfall zu schaffen.

cbu/dpa
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