Umsatzrekord im US-Kino "Spider-Man", und dann lange nichts

Gegen den dritten Teil der "Spider-Man"-Saga hatte am Wochenende kein anderer Film eine Chance. Weltweit setzte sich "Spider-Man 3" an die Spitze der Charts, in den USA brach die Comic-Verfilmung mit 59,3 Millionen Dollar Umsatz am ersten Tag sogar Rekorde.


New York - Die Blockbuster-Saison ist eröffnet - und zwar spektakulär! 148 Millionen Dollar setzte "Spider-Man 3" in seinen ersten drei Tagen in den US-Kinos um; 59,3 Millionen Dollar waren es alleine am Starttag, dem vergangenen Freitag, als das Superhelden-Drama auf 4252 amerikanischen Leinwänden anlief. Damit ist der im letzten Jahr von "Pirates of the Carribean - Dead Man's Chest" aufgestellte Rekord für das höchste Tagesergebnis aller Zeiten gebrochen. Der zweite Teil des Piratenspektakels mit Johnny Depp hatte 2006 55,8 Millionen Dollar eingespielt, 135,6 Millionen an den ersten drei Tagen.

Außerhalb der USA, wo "Spider-Man 3" bereits seit dem 1. Mai läuft, konnte die Comic-Verfilmung laut Studioangaben bisher 228 Millionen Dollar umsetzen. Mit dem weltweiten Ergebnis von zusammen 375 Millionen Dollar hat der Film damit bereits nach wenigen Tagen die überwältigenden Produktionskosten von 258 Millionen Dollar gedeckt. Sony-Boss Michael Lynton kündigte gegenüber der BBC bereits an, dass das Studio die erfolgreiche Reihe auf jeden Fall fortsetzen will: "Wir haben alle die Absicht, einen vierten, fünften, sechsten Teil zu machen, und so weiter".

Für Hollywood ist der Erfolg des zweiten "Spider-Man"-Sequels ein Signal, dass sich mit Fortsetzungen nach wie vor am leichtesten Geld verdienen lässt. Der erste "Spider-Man" hatte vor fünf Jahren am ersten US-Wochenende 115 Millionen Dollar eingespielt und hielt den Tages-Rekord bis die Piraten der Karibik kamen. Deren dritter und letzter Einsatz läuft weltweit am 25. Mai an, gefolgt von den Sequels "Ocean's Thirteen" und "Live Free and Die Hard" mit Bruce Willis. Zuvor, am 18. Mai, startet mit dem Animationsfilm "Shrek 3" bereits der nächste Mega-Blockbuster.

Mit verantwortlich für den "Spider-Man"-Rekord dürfte also auch die Absenz schlagkräftiger Konkurrenz gewesen sein. Von "Spider-Man" weit abgeschlagen wurde in den USA der bisherige Erfolgshit "Disturbia". Nachdem sich der Teenager-Thriller drei Wochen lang an der Spitze der US-Kinocharts behauptet hatte, rutschte er mit 5,7 Millionen Dollar auf den zweiten Platz ab. Den dritten Rang belegte mit 3,4 Millionen Dollar der Gerichtsthriller "Fracture" mit Anthony Hopkins und Nachwuchsstar Ryan Gosling in den Hauptrollen, gefolgt von "The Invisible" (3,1 Millionen) und dem Thriller "Next" (2,8 Millionen).

Nur 2,5 Millionen Dollar spielte der neue Film von "L.A. Confidential"-Regisseur Curtis Hanson ein: Die Spieler-Romanze "Lucky You" ist zwar mit Eric Bana, Drew Barrymore und Robert Duvall hochkarätig besetzt, konnte aber die Massen nicht von "Spider-Man" ablenken.

In Deutschland brach der Marvel-Spinnenmann keine Rekorde, hatte aber immerhin den bisher besten Start des Jahres: Von Donnerstag bis Sonntag wurde der Film laut "Blickpunkt: Film" in 866 Kinos von etwa 900.000 Besuchern gesehen. Dazu kommen weitere knapp 600.000 Zuschauer von den beiden ersten Auswertungstagen inklusive Montags-Previews, so dass "Spider-Man 3" nach nur fünf Tagen schon 1,5 Millionen Zuschauer versammelt hat. Die ersten beiden Teile waren hierzulande jedoch stärker: "Spider-Man", regulär an einem Donnerstag angelaufen, hatte 2002 am Startwochenende 1,4 Millionen Zuschauer und kam insgesamt auf 5,2 Millionen. Besucher. "Spider-Man 2" startete mit 1,2 Millionen Zuschauern und schloss mit 3,3 Millionen Besuchern ab. Das bisher beste Startwochenende des Jahres hatte "300" mit 745.709 Kinogängern.

Platz zwei der deutschen Kinocharts ging an "Born to be Wild - Saumäßig Unterwegs", der sich mit rund 165.000 Besuchern gut hielt und auf die erste Besucher-Million zusteuert. "Vollidiot" und "Mr. Bean macht Ferien" folgen mit jeweils knapp 75.000 Zuschauern. "Die wilden Hühner und die Liebe" beschließen die Top fünf mit knapp 50.000 Zuschauern.

Unter den weiteren Neustarts lief die in nur 53 Kinos angelaufene Beziehungskomödie "Shoppen" am besten: Mit etwa 25.000 Besuchern sicherte sich der deutsche Film Platz acht. "Das Mädchen, das die Seiten umblättert" lief mit 11.000 Besuchern in 33 Kinos auf Platz 13 an.

bor/AP/dpa

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