Umstrittenes Filmprojekt Angelina Jolie darf nun doch in Bosnien drehen

Die Behörden haben eingelenkt: Regiedebütantin Angelina Jolie darf nun doch ihr serbisch-muslimisches Liebesdrama um einen Vergewaltiger und sein Opfer vor Ort in Bosnien drehen. Zuvor hatte der Kulturminister ihr die Dreherlaubnis entzogen - zumindest kurzzeitig.

Bürgerkriegs-Set in Ungarn: Jolie kann die Dreharbeiten wie geplant in Bosnien abschließen
AFP

Bürgerkriegs-Set in Ungarn: Jolie kann die Dreharbeiten wie geplant in Bosnien abschließen


Sarajevo - Jetzt also doch: Angelina Jolie darf die Dreharbeiten für ihr Regiedebüt wie ursprünglich in Bosnien fortsetzen. Die Behörden, die dem Hollywoodstar ("Salt", "Der fremde Sohn") vergangene Woche die Drehgenehmigung entzogen hatten, hätten eine neue Erlaubnis ausgestellt. Das sagte der örtliche Co-Produzent Edin Sarkic am Montag. "Wir können endlich die Vorbereitungen wieder aufnehmen und im geplanten Zeitraum und an den vorgesehenen Orten drehen."

Die Dreharbeiten sollen laut Sarkic am 10. November beginnen und zwei Wochen dauern. In dem Film geht es um die Liebesbeziehung zwischen einem Serben und einer Muslimin in Bosnien während des Bürgerkriegs von 1992 bis 1995. Die Geschichte von Jolies Erstlingswerk hatte für Unmut in Bosnien gesorgt, als es in Medienberichten hieß, in dem Film gehe es um die Liebe zwischen einer im Bosnienkrieg vergewaltigten Muslimin und ihrem serbischen Vergewaltiger.

Nach dem Protest eines Opferverbandes hatte das Kulturministerium der muslimisch-kroatischen Föderation die Drehgenehmigung zurückgezogen. Die lokale Produktionsfirma bestritt jedoch die Angaben zum Inhalt und übergab dem Kulturministerium eine Kopie des Drehbuchs zur Überprüfung - offensichtlich mit Erfolg. Die Arbeiten an dem Film haben bereits Anfang Oktober in Ungarn begonnen.

ore/AFP



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