Wau! Hunde-Oscars erstmals vergeben

Ein königliches Vergnügen hatte Helen Mirren mit ihren tierischen Kollegen am Filmset. Wie die "Queen"-Darstellerin bekamen jetzt auch die Hunde einen Preis: den Fido Award, das Pendant zum Oscar in der Vierbeiner-Welt.

London – Ganz schön haarig wurde es am Wochenende während des London Film Festivals: Bei ersten internationalen Verleihung der Fido Awards wurden die besten Filmhunde der Welt ausgezeichnet. Am Ende gab es gleich fünf Sieger: Poppy, Anna, Alice, Oliver und Megan gewannen den ersten internationalen Hunde-Oscars in der Top-Kategorie "Beste der Welt".

Die Corgi-Familie war in Stephen Frears' Film "Die Queen" als Begleiter Ihrer Majestät aufgetreten. Dabei bellten und hechelten sie so überzeugend, dass sie den Fido Award in der Kategorie "Historical Hounds" als beste Hunde in einem Historienfilm gleich mit abräumten.

Ihre menschliche Kollegin Helen Mirren, die für ihre Darstellung der Queen den Oscar als beste Hauptdarstellerin bekommen hatte, war voll des Lobes: "Es war eine Freude, mit diesen kleinen Burschen zu arbeiten, und sie verdienen allen Beifall für ihre ausgezeichnete Leistung", sagte Mirren. Dem englischen "Guardian" erklärte die Schauspielerin, sie könne verstehen, warum die Queen Corgis so gerne habe: "Sie waren so lustig."

Mit den beiden Hunde-Oscars baute die "Queen"-Produktion ihre Preissammlung auf satte 59 Auszeichnungen aus. Die famosen Fünf haben indes Gefallen an der Arbeit vor der Kamera gefunden, sie stehen bereits wieder vor der Kamera, diesmal für die BBC. In einer sechsteiligen Serie dürfen sie jetzt ihren ganzen preisgekrönten Charme ausspielen.

Die "Queen"-Stars waren nicht die einzigen Corgis, die die Jury der Fido Awards durch ihre Leistungen überzeugten: Artgenosse Travis entschied den Wettbewerb um die Auszeichnung als bester Hund in einer Komödie für sich. Für seine Rolle eines behinderten Hundes in "Year of the Dog" lernte er sogar, in einem Hunderollstuhl zu laufen.

Organisator der Hunde-Oscars war Toby Rose, der seit sieben Jahren regelmäßig das Cannes Film Festival mit dem inoffiziellen Hunde-Filmpreis "Palm Dog" bereichert. Die Fido Awards sind die erste internationale Auszeichnung für haarige Filmstars aus aller Welt.

Eine Premiere in vielerlei Hinsicht: "Es ist das erste Mal, dass ein internationales Top-Film Festival Hunde in ihr offizielles Programm eingeladen hat – und das erste Mal, dass sie ins National Film Theater durften. Die Hunde sind wirklich in der Branche angekommen", freute sich Rose im "Independent". In seinen Augen war die internationale Anerkennung für die vierbeinigen Schauspieler längst fällig. "Wenn man erstmal anfängt zu suchen, ist es unglaublich, wie zentral Hunde-Darsteller in Filmen sind", sagte der Organisator dem "Guardian".

Die Fido Awards sollen in Zukunft jährlich in vier Kategorien vergeben werden. Ob die Corgis den Vorsprung für ihre Rasse dann weiter ausbauen können, bleibt abzuwarten.

acl/AP

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