Horrorfilm-Großmeister "Scream"-Regisseur Wes Craven ist tot

Seine "Scream"-Reihe wurde ein Kassenknüller, er selbst war einer der einflussreichsten Horrorfilmregisseure der Geschichte. Nun ist Wes Craven im Alter von 76 Jahren in Los Angeles gestorben.
Regisseur Craven (2011): Vor seiner Filmkarriere arbeitete er als Lehrer

Regisseur Craven (2011): Vor seiner Filmkarriere arbeitete er als Lehrer

Foto: LUCAS JACKSON/ REUTERS

Vor seiner Filmkarriere war Wes Craven Universitätsdozent. Doch mit Anfang 30 fing der studierte Philosoph an, Filme zu drehen. Horrorfilme.

Sein zweiter Film "Das letzte Haus links" ("The Last House on the Left") brachte ihm den Durchbruch. Er schrieb das Buch und führte Regie: Ein paar junge Männer vergewaltigen und ermorden zwei Mädchen und die Eltern nehmen blutige Rache.

Weltberühmt machte ihn "Nightmare - Mörderische Träume" ("A Nightmare on Elm Street"). Der Film kostete 1984 gerade einmal 1,8 Millionen Dollar und spielte das 15-fache ein. Der Kultfilm machte die Hauptfigur Freddy Krueger zum Prototypen einer Horrorfigur schlechthin.

Nach Jahren der Misserfolge, gelang ihm mit "Scream" ein nicht mehr für möglich gehaltener Kassenerfolg. 15 Millionen kostete der Film, das 17-fache spielte er ein. Wie in vielen seiner Werke ging es in dem Film und seinen Fortsetzungen um eine Gruppe Jugendlicher, die in die Fänge sadistischer Mörder gerät. Drew Barrymore, Courteney Cox, Neve Campbell, David Arquette, Rose McGowan, Liev Schreiber, Patrick Dempsey, Jenny McCarthy - keiner war sich zu schade für die Metzelfilme. Und die Maske des Mörders ist heute auf jeder Halloween-Party zu sehen.

"Blut! Es ist immer Blut. Da schreien die Leute", sagte Craven vor ein paar Jahren über sein Erfolgsrezept. "Das hat sich in den letzten Jahrzehnten nicht verändert."

Am Sonntagabend ist Craven in seinem Haus in Los Angeles an den Folgen eines Hirntumors gestorben. Er hinterlässt seine Frau Iya Labunka, mit der er seit 2004 in dritter Ehe verheiratet war.

syd/AFP/AP/dpa
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