Will Smith über Ohrfeige für Chris Rock »Mein Verhalten war inakzeptabel und unentschuldbar«

Erstmals seit seinem Wutausbruch bei den Oscars hat sich Will Smith ausführlich dazu geäußert: Der Schauspieler entschuldigte sich bei Chris Rock für die Ohrfeige und erklärte, Gewalt in jeglicher Form sei zerstörerisch.
Will Smith bei seiner Dankesrede, nachdem er den Oscar als bester Hauptdarsteller erhalten hat

Will Smith bei seiner Dankesrede, nachdem er den Oscar als bester Hauptdarsteller erhalten hat

Foto: Brian Snyder / REUTERS

Fast 24 Stunden ist es her, dass Will Smith für den Aufreger bei der 94. Oscarverleihung sorgte: Er verpasste dem Comedian Chris Rock auf der Bühne eine schallende Ohrfeige, nachdem dieser einen Witz auf Kosten von Smiths Ehefrau erzählt hatte. Viel ist seitdem über Will Smiths Verhalten geschrieben worden: über die Vorgeschichte zwischen ihm und Chris Rock; über die Stimmung im Dolby Theater sowie hinter den Kulissen  während und nach dem Vorfall; über die Oscar-Akademie, die nun Konsequenzen prüfen will.

Nun hat sich der Schauspieler selbst dazu geäußert.

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Auf seinem offiziellen Instagram-Account veröffentlichte Smith eine längere Erklärung  zu dem Zwischenfall. Sie beginnt mit den Worten: »Gewalt in all ihren Formen ist giftig und zerstörerisch.« Sein Verhalten während der Oscarverleihung sei »inakzeptabel und unentschuldbar« gewesen, schreibt Smith. Es gehöre zu seinem Job, Witze auf seine Kosten zu ertragen. Aber ein Scherz über den Gesundheitszustand seiner Ehefrau »war zu viel für mich, und ich habe emotional reagiert«. Jada Pinkett Smith leidet krankheitsbedingt an Haarausfall, der »Witz« von Chris Rock zielte auf ihre Glatze ab.

Smith entschuldigte sich nun explizit bei Chris Rock und erklärte, sein Verhalten sei daneben und falsch gewesen – es sei ihm peinlich, schreibt Smith. Sein Verhalten spiegele nicht wider, welche Art Mann er sein wolle. »In einer Welt der Liebe und Freundlichkeit ist kein Platz für Gewalt.«

DER SPIEGEL

Smith entschuldigte sich auch bei den Oscarveranstaltern, bei den Produzenten der Gala, sowie bei all den Zuschauerinnen und Zuschauern im Dolby Theater und vor den Fernsehbildschirmen weltweit; außerdem bei der Williams-Familie und dem Team hinter dem Film »King Richard«.

Darin spielt Smith den Vater der Tennisspielerinnen Serena und Venus Williams – für seine Rolle bekam er den Oscar als bester Hauptdarsteller verliehen (nur wenige Minuten nach seiner Ohrfeige). Er bedaure zutiefst, schreibt Smith, dass sein Verhalten »die ansonsten wunderschöne Reise für uns alle« befleckt hat.

Seine Nachricht beendete Smith mit den Worten »I am a work in progress« – er habe noch viel an sich zu arbeiten.

aar