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Will Smith Unkaputtbar

aus DER SPIEGEL 41/2022
Foto: ZUMA Wire / IMAGO

Nach der Ohrfeige, die er seinem Kollegen Chris Rock bei der Oscarverleihung im März auf offener Bühne verpasste, schien die Karriere von Will Smith, 54, am seidenen Faden zu hängen. Geplante Filme mit ihm wurden auf Eis gelegt, die Academy schloss ihn für zehn Jahre von den Oscar-Zeremo­nien aus. Und der reumütige Nochsuperstar, der sich mittlerweile mehrmals öffentlich entschuldigt hat, legte selbst seine Academy-Mitgliedschaft nieder. Das bedeutet aber nicht, dass Smith nicht für einen Oscar nominiert werden darf. Genau diese für die Aca­demy unan­genehme Situation könnte nun tatsächlich eintreten. Denn der bereits vor dem Skandal ab­gedrehte Film »Emancipation« kommt am 2. Dezember kurz in die US-Kinos, bevor er am 9. Dezember weltweit beim Streamingdienst Apple TV+ startet. Damit qualifiziert sich der Film für das Oscarrennen, und mit ihm Will Smith in der Kategorie des besten Haupt­darstellers. Seine Chancen, nominiert zu werden, dürften nicht schlecht stehen: Smith spielt einen misshandelten Sklaven, der von einer Plantage flieht und im amerikanischen Bürgerkrieg gegen die Südstaaten ins Feld zieht. Die Academy-Mitglieder lieben historische Stoffe und kämpferische Geschichten mit positiver Message.

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