Tätlichkeit gegen Chris Rock Will Smith nach Ohrfeigen-Eklat für zehn Jahre von Oscar-Galas ausgeschlossen
Schauspieler Smith bei Oscarverleihung 2022
Foto: BRIAN SNYDER / REUTERSHollywood-Star Will Smith wird nach dem Ohrfeigen-Eklat bei der diesjährigen Oscar-Gala für zehn Jahre von allen Oscar-Zeremonien ausgeschlossen. Das gab die Academy of Motion Picture Arts and Sciences in Los Angeles bekannt. Der Schauspieler hatte bei der Oscar-Zeremonie Ende März auf der Bühne den Komiker Chris Rock geschlagen, nachdem dieser einen Witz über Smiths unter Haarausfall leidende Ehefrau Jada Pinkett Smith gemacht hatte.
Der Eklat überschattete die Preisverleihung, bei der Smith für seine Rolle in dem Film »King Richard« mit dem Oscar als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet wurde. Am Tag nach der Verleihung hatte Smith sich bei Rock entschuldigt und sein Verhalten dabei »schockierend, schmerzhaft und unentschuldbar« genannt. Nach Angaben der Polizei von Los Angeles habe Chris Rock abgelehnt, den Vorfall anzuzeigen.
Der Vorstand der Oscar-Akademie kam am Freitag zusammen, um über eine Strafe gegen Smith zu entscheiden. Noch am Nachmittag hieß es vom Akademiepräsident David Rubin gegenüber dem US-Sender »CNN«: »Es liegt im besten Interesse aller Beteiligten, dass diese Angelegenheit zügig bearbeitet wird.« Nach der Ohrfeige waren auch Forderungen laut geworden, Smith seinen Oscar abzuerkennen. Eine solch harte Strafe hatte aber als nahezu ausgeschlossen gegolten.
Auch ein Rauswurf des Schauspielers aus der Academy of Motion Picture Arts and Sciences oder eine Aussetzung seiner Mitgliedschaft standen nicht zur Debatte: Der 53-jährige Oscarpreisträger hatte in der vergangenen Woche bereits von sich aus den Rücktritt aus der Akademie erklärt.
Schon jetzt hat diese Geschichte wohl weitere unangenehme Konsequenzen für Smith: Der »Hollywood Reporter« berichtete, dass zwei geplante Will-Smith-Projekte wie das Netflix-Gangster-Drama »Fast and Loose« oder der vierte Teil der Actionreihe »Bad Boys« vorerst auf Eis gelegt wurden.