WM-Doku Klinsi war von Wortmann genervt

Bei den Dreharbeiten zu seiner WM-Dokumentation "Deutschland. Ein Sommermärchen" hat sich Sönke Wortmann einen schwachen Moment erlaubt. Das, enthüllte der Regisseur jetzt, nervte Bundestrainer Jürgen Klinsmann so sehr, dass beinahe der ganze Film nicht zustande gekommen wäre.

Mainz - Sönke Wortmann plauderte gestern Abend in der ZDF-Talkshow "Johannes B. Kerner" aus dem Fußball-WM-Nähkästchen: "Kurz vorm Confed-Cup gab es ein Länderspiel in Belfast gegen Nordirland, und da lag so ein Ball. Und wenn da so ein Ball liegt, da fällt es mir schwer, den einfach so liegen zu lassen. "Er habe sich dazu hinreißen lassen, mit Oliver Bierhoff hin und her zu kicken und "dann abends erfahren, dass Jürgen das gar nicht gut fand."

Seine Fußballleidenschaft wäre ihm beinahe zum Verhängnis geworden, denn er habe später gehört, dass das gesamte Filmprojekt auf der Kippe gestanden habe. Der Regisseur habe aber schnell seine Lektion gelernt: "Ich verstehe das auch. So ein Training muss voll konzentriert ablaufen."

Wortmann habe das Intermezzo mit Bierhoff dennoch genossen: "Die Fußball-Sache hat sich trotzdem gelohnt. Da konnte ich mal zeigen, dass ich vor 100 Jahren einen Ball auch mal geradeaus schießen konnte." Der Regisseur hatte die Fußballnationalmannschaft seit dem Confederations-Cup 2005 bis zur Fußball-WM im vergangenen Sommer mit der Kamera begleitet. Wortmanns WM-Dokumentation läuft seit dem 5. Oktober in den Kinos und hat bereits drei Millionen Zuschauer angelockt.

amg/AP