Woody Allen dementiert Rückzug »Keine Absicht, in Rente zu gehen«

Nach seinem 50. Film wolle Woody Allen Bücher schreiben statt Filme drehen – das berichtete eine spanische Zeitung am Wochenende. Jetzt lässt der Regisseur die Rückzugsaussagen widerrufen.
Regisseur Woody Allen: Er werde sich in Zukunft nicht dem Romanschreiben widmen

Regisseur Woody Allen: Er werde sich in Zukunft nicht dem Romanschreiben widmen

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Gary Gershoff / WireImage

Der Regisseur habe niemals gesagt, er würde sich zur Ruhe setzen: In einem Statement, aus dem die Magazine »Indiewire« und »Vanity Fair«  zitieren, hat der Pressesprecher von Woody Allen zuvor veröffentlichte Aussagen zum beruflichen Rückzug des Filmemachers korrigiert. »Er sagte, er würde darüber nachdenken, keine Filme mehr zu machen, da er als Kinoliebhaber es nicht so sehr genießt, Filme zu machen, die direkt oder sehr schnell auf Streamingplattformen landen.« Im Moment habe Allen aber nicht die Absicht, in Rente zu gehen und sei sehr froh darüber, in Paris seinen 50. Film drehen zu können. Auch werde er sich in Zukunft nicht dem Romanschreiben widmen.

Ganz andere Aussagen

Am Wochenende waren ganz andere Aussagen des 86-Jährigen an die Öffentlichkeit gedrungen: Laut einem Interview mit der spanischen Zeitung »La Vanguardia«  wolle sich Allen vom Filmemachen zurückziehen; sein 50. Film werde wohl sein letzter sein, sagte der Regisseur dem Interview zufolge. Danach werde er sich auf das Schreiben von Büchern konzentrieren. Auch der SPIEGEL hatte über den angekündigten Rückzug berichtet.

Seit der Komödie »What's Up, Tiger Lily?« von 1966 ist Allen einer der wichtigsten Regisseure weltweit, mit Filmen wie »Der Stadtneurotiker« oder »Manhattan« wurde er zu einem der Stars des Independentkinos, der neben Publikumserfolgen auch Oscargewinne verzeichnen konnte.

Vorwürfe seiner Adoptivtochter Dylan Farrow aus seiner Beziehung mit der Schauspielerin Mia Farrow, sie als Kind missbraucht zu haben, setzten Allens Karriere in den vergangenen Jahren jedoch stark zu. Etliche Stars distanzierten sich in der Folge von der Zusammenarbeit mit ihm, die Finanzierung seiner Filme in den USA wurde nahezu unmöglich, zudem sagte sein angestammter Verlag Hachette die Veröffentlichung seiner Memoiren »Apropos of Nothing« ab, nachdem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dagegen protestiert hatten. In den USA übernahm der Verlag Arcade daraufhin das Buch, in Deutschland erschien es 2020 unter dem Titel »Ganz nebenbei« bei Rowohlt. Allen hat die Vorwürfe stets bestritten.

eth
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