Verhandlung über Vertragsbruch Woody Allen und Amazon beenden Rechtsstreit

Nach Missbrauchsvorwürfen gegen Woody Allen beendete Amazon die Zusammenarbeit mit dem Regisseur. Der zog dagegen vor Gericht. Nun ist der Rechtsstreit beigelegt.

Woody Allen ging im Februar gegen Amazon.com vor
Ander Gillenea/ AFP

Woody Allen ging im Februar gegen Amazon.com vor


Der US-amerikanische Regisseur Woody Allen und Amazon haben ihren Rechtstreit beendet. Die Klage wurde nun laut Akten des Bundesgerichts von Manhattan freiwillig und ohne Sachentscheidung eingestellt. Die Anwälte von Allen und Amazon äußerten sich zu der Entwicklung bislang nicht.

Allen war im Februar gegen die Filmproduktionsgesellschaft Amazon Studios wegen Vertragsbruchs vor Gericht gezogen. Er hatte eine Klage mit Schadenersatzforderungen in Höhe von 68 Millionen Dollar (etwa 61 Mio. Euro) eingereicht.

Der vierfache Oscar-Preisträger hatte AmazonStudios vorgeworfen, einen früheren Deal über die Produktion und den Vertrieb von vier Spielfilmen abgesagt zu haben. Der Regisseur hatte in der Klage unter anderem geltend gemacht, dass Amazon Studios seinen bereits 2018 fertiggestellten Film "A Rainy Day in New York" entgegen früherer Absprachen nicht herausbringe. Der Streaming-Dienst habe als Grund für diesen Schritt "25 Jahre alte, haltlose Anschuldigungen gegen Mr. Allen" angeführt, zitieren Medien damals aus der Klageschrift.

Woody Allens Adoptiv-Tochter, Dylan Farrow, hatte 2018 im Zuge der "Time's Up"- und "MeToo"-Bewegung erneut Missbrauchsvorwürfe gegen den Regisseur vorgebracht, sie sei als Siebenjährige im Elternhaus missbraucht worden. Der 83-Jährige hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen.

Einige Schauspieler waren in der Vergangenheit zu dem Regisseur auf Distanz gegangen. So erklärten unter anderen Colin Firth, Timothée Chalamet, Mira Sorvino, Ellen Page und Greta Gerwig, zukünftig nicht mehr mit Allen drehen zu wollen.

Lesen Sie hier ein gescheitertes SPIEGEL-Gespräch mit Woody Allen

sen/AP/Reuters



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