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KUNST Köln steigt auf, Berlin geht baden

aus DER SPIEGEL 18/2004

Die Menschen werden im Frühling gern übermütig, die Rheinländer allemal. Der FDP-Politiker und ehemalige deutsche Innenminister Gerhart Baum, wegen seines Nachnamens in diesem Falle ein nahe liegendes Opfer, lässt sich beispielsweise für ein Kunstspektakel namens »Privatgrün« einspannen: Im Dachgarten seiner Wohnung in Köln errichtet das bekannte Künstlergespann Ilja und Emilia Kabakow einen Hochsitz. Den darf dann hinaufklettern, wer will, und von oben zwar nicht auf ganz Köln, aber immerhin bis zum Nachbarhaus blicken. Die Veranstalter des Projekts lassen noch weitere Balkone und Schrebergärten in Köln kulturell aufblühen, beschäftigen dazu insgesamt 55 Künstler - und sind nicht die Einzigen, die den Frühling willkommen heißen. In Berlin geht man allerdings lieber baden: Für das öffentlich-luftige Vorhaben namens »Constructed Connections«, an dem verschiedene Künstler und Architekten beteiligt sind, wird - unter anderem - mitten in die Spree ein Schwimmbecken eingelassen. Wem das zu nass ist, der kann sich oberhalb des Flusses vergnügen, auf einer mit Licht überfluteten Brücke. Oder er fährt ins Dresdner Schloss Pillnitz, dessen Ausstellungsmacher sich auf ihre grünen Daumen besinnen und die Jahreszeit vom 8. Mai an mit vielen Blumen und der kunst- und kulturhistorischen Schau »Tulpomanie« begrüßen.

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