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Komiker Borge gibt Konzerte

aus DER SPIEGEL 37/1977

Als Dirigent und Pianist ist er so gut, daß ihn das St. Louis Symphony Orchestra als Chef engagieren wollte, und der Pianist Benno Moisewitsch lobte: »Mit diesem Anschlag könnte er sogar für Gott musizieren.« Victor Borge ist aber lieber »der spaßigste Mann der Welt« ("New York Times"). Kein Komiker kann auf Klaviertasten so schlitzohrig danebengreifen wie dieser aus Dänemark stammende Amerikaner, der um 1953 mit seiner One-Man-Show »Comedy in Music« 849mal hintereinander ein großes Broadway-Theater füllte; kaum einer fabriziert ein derart intelligentes Spektakel hintersinniger Gags, Slapsticks und Blackouts. »Ich habe alle lebenden Clowns gesehen«, jubelte Kollege Groucho Marx, »Borge hat nicht seinesgleichen.« Er verbinde, urteilte die »Stuttgarter Zeitung«, die »Absurdität Valentins mit der Akrobatik Chaplins«. Dreimal hat der Entertainer bislang auf deutschen Bildschirmen gealbert, jetzt bietet er seine Kleinkunst erstmals live: zwischen dem 10. und 16. September in München, Zürich, Wien, Köln, Hamburg und Berlin.

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