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Rupert Grint Komplizierte Lage

aus DER SPIEGEL 4/2022
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Andrew Crowley / CAMERA PRESS / laif

Ohne sie wäre das Leben von Rupert Grint, 33, völlig anders verlaufen. Denn J. K. Rowling schrieb die »Harry Potter«-­Romane, und die Filme dazu machten Grint zu dem, der er heute ist. Er spielte achtmal Ron Weasley, den besten Freund des Titelhelden, zum ersten Mal mit nur zwölf Jahren, er verbrachte seine Pubertät auf dem Filmset. Grint wurde berühmt, später hatte er eine Zeit lang Mühe, sich in der Welt außerhalb von Hogwarts zurechtzufinden. Seit knapp 20 Monaten ist Grint nun glücklicher Vater einer Tochter. Doch sein Leben misst er immer noch in »Harry Potter«-Filmen, wie er jetzt in der »Times« schrieb. Es falle ihm sehr schwer, sich von der Figur des Ron zu lösen, er sei »verschmolzen« mit ihr. Auch der Autorin fühlt er sich offenbar noch verbunden, er vergleicht sie mit einer Tante. Und fügt einschränkend hinzu: »Ich stimme nicht notwendigerweise mit allem überein, was mein Tantchen sagt. Aber sie bleibt mein Tantchen. Es ist kompliziert.« Grint spielt offensichtlich auf Äußerungen von Rowling an, die in der Transszene immer wieder für Unmut sorgten. Rowling verlieh ihrer Unter­stützung für die LGBTQ-Szene schon oft Ausdruck, aber ihr wurde auch wiederholt Transfeindlichkeit vorgeworfen.

ks
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