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Kunst am Bau ab ins Lager

aus DER SPIEGEL 3/1981

Ein kahles, plattgedrücktes Rechteck Erde blieb statt Kunst am Bau vor der Münsterschen Petrikirche zurück. Wie angekündigt (SPIEGEL 50/1980), ließ der Bildhauer Ulrich Rückriem am Montag voriger Woche per Kranwagen jene neun Dolomitstein-Klötze abfahren, die er 1977 der Kirche gegenüber zur Wand aufgebaut hatte. Weniger einheimisches als überregionales Kenner-Publikum, darunter der US-Künstler (und Duisburger Lehmbruck-Preisträger 1980) Claes Oldenburg, wohnte dem Abtransport ins Lager der örtlichen Baufirma Oevermann bei. Am 31. Januar soll die Rückriem-Arbeit noch einmal aufgestellt werden -- letzte Probe, ob ein Münstersches Engagement für dieses vielfach gerühmte, nicht aber angekaufte Beispiel zeitgenössischer Skulptur im Stadtbild zu mobilisieren ist. Die unmittelbar angesprochene Universität, auf deren Gelände die Klötze standen, hatte zumindest die Abbau-Ankündigung -- demonstrativ? -- mit Schweigen übergangen.

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