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Kunst: Bresche für die Avantgarde

aus DER SPIEGEL 22/1973

In München, auf berüchtigt schwierigem Terrain für aktuelle Kunst, wird ein neuer privater Anlauf zu ihrer Bekanntmachung riskiert. Nachdem der mäzenatisch geförderte »Aktionsraum« längst geschlossen ist und der politisierte, um Subventionen verlegene Kunstverein ebenso daniederliegt wie das einst von Gunter Sachs (nunmehr Galerie-Inhaber in Hamburg) großzügig bedachte »Modern Art Museum«, tritt jetzt ein eingetragener Verein »Die Freunde der bildenden Kunst Kunstraum München« hervor. Der schon 1926 gegründete, unlängst reaktivierte Klub führt Alfons Goppel als Ehrenmitglied, doch eine respektable Liste Avantgardisten im Programm. Seinen Anfang nimmt das Unternehmen derzeit mit einer Ausstellung des New Yorker Antiform-Protagonisten Richard Tuttle. Zur Vorsicht ist des Künstlers Münchner Ruhm allerdings nicht dem »Kunstraum« allein anvertraut: Gleichzeitig zeigt die Kommerz-Galerie Heiner Friedrich eine Tuttle-Schau.

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