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Kunst: Picasso-Spielzeug für die Tochter

aus DER SPIEGEL 1/1974

Noch mehr von Picasso. Während die Nachlaß-Sichtung am Sterbeort Mougins andauert, kommt weiterer Privat-Besitz an Picasso-Werken zutage: Die Genfer Galerie Jan Krugier zeigt erstmals die kunsthistorisch wie biographisch bedeutende Sammlung Marie-Thérèse Walter (Arbeiten 1937 bis 1946). Die blonde Schweizerin, 1932 Modell klassisch-sinnlicher Picasso-Gemälde, war von diesem Zeitpunkt an bis zur Françoise-Gilot-Ära des Malers Geliebte gewesen (in Konkurrenz zu Gattin Olga und zu Dora Maar) und hatte ihm 1935 die Tochter Maya geboren. Ihre nun ausgestellte Sammlung birgt, neben wenigen wichtigen Ölgemälden, aufschlußreiche Zeichenhefte, in denen serienweise das Kind porträtiert ist. Maya erscheint außerdem als gezeichnete und ausgeschnittene Figur ("Découpage"), und in gleicher Technik erfreute der Künstler, der mit Marie-Thérèse Walter keine feste Heimstatt teilte, die Tochter bei Besuchen auch durch Püppchen, Clowns und Tiere.

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