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Kunst: Roth und Rainer zeichnen im Duett

aus DER SPIEGEL 22/1976

Wenn »Schwebendes und Liegendes« sich auf dem Zeichenblatt vereinen -- wer hat's getan? Die jetzt in der Frankfurter Galerie »AK« gezeigte »Misch- und Trennkunst« läßt nur eine Doppelantwort zu. Alle 65 ausgestellten Werke sind im »Duett« oder auch »Duell« zwischen zwei prominenten Zeitgenossen. Dieter Roth und Arnulf Rainer, entstanden. Indem die Künstler mit- und gegeneinander auf dieselbe Unterlage zeichneten, gingen sie programmatisch gegen die Gefahr an. nur individueller Routine zu folgen und in persönlichen Sackgassen zu enden. Die Resultate, jeweils »geschlossen, wenn auch disharmonisch« (Rainer), reichen von puren Gestalt-Kontrasten bis zum gemeinsam überzeichneten Juxphoto, auf dem die zwei in »Fröhlichem Beisammensein« posieren oder »bevor sie zu malen beginnen«, erst »ihre Bäuche messen«.

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