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FILM / NEU IN DEUTSCHLAND Leid hinter Wänden

aus DER SPIEGEL 8/1968

Akamoru (Japan). »Wir haben keine Zukunft«, sagt Hiroshi, 15, in Yokohama, träumt von nackten Mädchen, legt sich bald zu ihnen und begeht, um Mut zu zeigen, einen Mord.

Der japanische Regisseur Koji Wakamatsu, 31, hatte schon in seinen »Geschichten hinter Wänden« vom klebrigen Leid der Pubertät berichtet. Auch »Akamoru« bleibt dabei, wenngleich der Regisseur sein Werk tiefer begreift: »Es ist ein Film über Macht und Ausbeutung.«

Tatsächlich kommen gelegentlich ein Gewerkschaftler und ein Unternehmer ins Bild, viel häufiger jedoch zappelnde Minderjährige und glatthäutige Damen, die im Lustkampf stöhnen.

Wakamatsu pflegt seine mißverständlichen Filme (bislang 40) auf Kommunen-Basis herzustellen. Er lebt mit seinen Freunden in einer »kleinen Pension, und dort machen wir zusammen den Film«. Verbunden werden auch die Schwachen trächtig.

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