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Lenin und die süße Rosa

aus DER SPIEGEL 21/1990

Stalin ruft »Es lebe Stalin« und »Deutschland dem Spaltpilz«, Lenin will zurück in den plombierten Zug, um »von vorn zu denken«, aber vor allem will er die »süße Rosa": In Jörg-Michael Koerbls »Gorbatschow/Fragment« kämpft der Titelheld, eine Art »Sproß der gescheiterten Ehe zwischen Lenin und Rosa Luxemburg« (Koerbl), mit den Gespenstern der Vergangenheit. Die Farce, im Januar an der Ost-Berliner Volksbühne uraufgeführt, ist nun, zusammen mit 13 weiteren DDR-Produktionen, in Heidelberg zu sehen. Der 7. »Stückemarkt« präsentiert vom 22. Mai bis 2. Juni »Zeitgenossen«, gute Bekannte wie Christoph Heins »Ritter der Tafelrunde«, aber auch in der BRD noch nicht gespielte Autoren. Zwölf Theater, von Anklam bis Bautzen, sind vertreten; zu sehen ist auf diesem »Markt«, der kein Schlußverkauf sein will, geläufige Anspielungsdramatik ebenso wie anderes, experimentelles Theater.

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