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AUTOREN Lese-Marathon für Friedrich Glauser

aus DER SPIEGEL 50/1998

Hoffnungslose Morphiumsucht, frühe Entmündigung und Straffälligkeit zeichneten das kurze Leben des Schweizer Schriftstellers Friedrich Glauser. Sein Kollege Peter Bichsel schwärmte von dieser »wunderbar romantisch kaputten« Existenz, Glauser selbst litt unter seiner Selbstzerstörung. Mehr als einmal wollte er, wie er schrieb, »das Herz zum Schneider schicken, um es zu wenden«. Berühmt wurde Glauser durch seinen Wachtmeister Studer, einen sensiblen Ermittler voller Mitgefühl. Glauser, der mit 42 Jahren am 8. Dezember 1938 starb, gilt als einer der großen, literarisch anspruchsvollen Krimiautoren dieses Jahrhunderts. Grund genug für mehr als 40 Krimikollegen, Glauser am Dienstag dieser Woche mit einem internationalen Lesemarathon zu ehren. An der Hommage beteiligen sich unter anderen Ingrid Noll, Peter Zeindler, Thea Dorn, Felix Huby - alle Schriftsteller lesen von 20 Uhr an gleichzeitig aus dem ersten Studer-Roman. Zu den Tatorten gehören, neben Ingrid Nolls Wohnzimmer, Buchhandlungen, Bibliotheken und - auf Mallorca, Djerba und Jamaika - Hotelterrassen.

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