Erster Comic seit dem Tod von Zeichner Uderzo Asterix und Obelix prügeln sich durch die Taiga

Es wird frostig für die Gallier: Im neuen »Asterix«-Band bricht der Titelheld mit seinem dicken Freund Obelix in die russische Steppe auf. Die Startauflage des Heftes geht in die Millionen.
Cover des neuen »Asterix«

Cover des neuen »Asterix«

Foto: Egmont / dpa

Seit mehr als 60 Jahren sorgen die Abenteuer von Asterix und Obelix für Unterhaltung (nicht nur) in zahllosen Kinderzimmern. Nun erscheint ein neuer Band – und es ist ein Meilenstein. Es ist die erste Ausgabe, die nach dem Tod des ursprünglichen »Asterix«-Zeichners Albert Uderzo erscheint. Skizzen und Entwürfe waren dem Altmeister aber noch vorgelegt worden.

Und darum geht es: Die Comic-Helden Asterix und Obelix reisen in ihrem neuen Abenteuer erstmals in das Gebiet von Russland. In »Asterix und der Greif«, von Donnerstag an erhältlich, erscheint ein Schamane vom antiken Stamm der Sarmaten dem alten Miraculix im Traum und bittet ihn zu kommen. Denn eine Prophezeiung hat den Sarmaten versprochen: »Hilfe kommt von den Galliern, vor allem vom kleinsten unter ihnen.« Der Druide bricht daraufhin mit Asterix und Obelix in die Weiten der verschneiten Steppe auf, so weit östlich waren die Helden noch nie.

Natürlich kommt es bald zum ersten Zusammenstoß mit Cäsars Legion. Denn der intrigante Herrscher Roms will für seine Zirkusspiele ein legendäres Tier entführen lassen: den heiligen Greif der Sarmaten, ein Mischwesen, halb Adler und halb Löwe. Skrupellos nehmen die Römer eine Geisel und ahnen nicht die Folgen.

»Asterix und der Greif« ist das 39. Asterix-Abenteuer und die fünfte Gemeinschaftsarbeit der Franzosen Jean-Yves Ferri (Text) und Didier Conrad (Zeichnungen).

Fünf Millionen Hefte werden zum Start gedruckt

Uderzo war im März 2020 im Alter von 92 Jahren gestorben. Er hatte sich schon Jahre zuvor als »Asterix«-Verantwortlicher zurückgezogen. 2011 hatten Ferri und Conrad ihn dann in dieser Rolle abgelöst.

Im Jahr 1959 hatte Uderzo die Figuren Asterix und Obelix mit dem Autor René Goscinny geschaffen. Nach dessen plötzlichen Tod 1977 machte Uderzo über Jahrzehnte allein weiter.

»Beim neuen Band hatte ich gedacht, dass wir uns am weitesten entfernt hätten vom Stil von Goscinny und Uderzo«, sagte Ferri. »Aber jetzt kommen die ersten Reaktionen der Leute, die den Comic schon gelesen haben. Und die sagen mir: »Das ist der Band, bei dem Du Dich dem alten Stil bisher am meisten annäherst.« Das ist also eine sehr subjektive Sache.« Der Comic erscheint mit einer internationalen Startauflage von fünf Millionen Exemplaren.

jok/dpa
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