Bertha von Suttner Die erste Frau, die den Friedensnobelpreis gewann

Mit ihrem Roman "Die Waffen nieder!" wurde die österreichische Schriftstellerin Bertha von Suttner eine der führenden Vertreterinnen der Friedensbewegung. Google ehrt sie deshalb mit einem Doodle.
Vor 114 Jahren erhielt Bertha von Suttner den Friedensnobelpreis

Vor 114 Jahren erhielt Bertha von Suttner den Friedensnobelpreis

Foto: dpa / picture alliance / dpa

Eine Frau ist von umherwirbelnden Seiten aus einem Buch umgeben, die sich in Friedenstauben verwandeln: Mit dem aktuellen Doodle, das auf der Google-Startseite zu sehen ist, wird Bertha von Suttner geehrt. Am 10. Dezember 1905 erhielt die österreichische Schriftstellerin als erste Frau den Friedensnobelpreis.

Im Jahr 1843 wurde von Suttner als Gräfin Kinsky von Wchinitz und Tettau in eine Adelsfamilie hineingeboren. Ihr Vater starb vor ihrer Geburt und als das vererbte Vermögen aufgebraucht war, begann sie, als Gouvernante zu arbeiten.

In Wien unterrichtete sie die vier Töchter des Industriellen Freiherr Karl von Suttner in Musik und Sprache. Dort lernte sie auch ihren späteren Ehemann Baron Arthur Gundaccar von Suttner kennen. Doch da die Familie die Verbindung missbilligte, ging von Suttner nach Paris und arbeitete dort kurze Zeit als Privatsekretärin für Alfred Nobel.

1876 heiratete sie Baron Arthur Gundaccar von Suttner heimlich, der daraufhin enterbt wurde. Bertha von Suttner begann ihre Arbeit als Schriftstellerin und verfasste Texte über soziale Missstände und Pazifismus.

Mit ihrem Roman "Die Waffen nieder!", den sie im Jahr 1889 schrieb, schilderte sie die Schrecken des Krieges aus Sicht einer Ehefrau und beteiligte sich so am damaligen pazifistischen Diskurs. Mit der Gründung der "Österreichischen Gesellschaft der Friedensfreunde" und der Teilnahme am Friedenskongress 1891 setzte sie sich für den Frieden ein.

Den Ausbruch des Ersten Weltkriegs am 28. Juli 1914 stoppte die Bewegung nicht. Bertha von Suttner erlebte das aber nicht mehr, sie starb am 21. Juni 1914 in Wien.

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