Für Roman »The Promise« Booker-Literaturpreis geht an den Südafrikaner Damon Galgut

Es ist die wichtigste englische Literaturauszeichnung: Der Booker Prize geht dieses Jahr an Damon Galgut für seinen Roman über die späte Apartheid-Ära Südafrikas bis zur Präsidentschaft Jacob Zumas.
Südafrikanischer Schriftsteller Damon Galgut

Südafrikanischer Schriftsteller Damon Galgut

Foto:

TOM NICHOLSON / REUTERS

Der renommierte britische Booker-Literaturpreis geht in diesem Jahr an den südafrikanischen Dramatiker und Schriftsteller Damon Galgut für seinen Roman »The Promise«. Der Roman, der von der späten Apartheid-Ära Südafrikas bis zur Präsidentschaft Jacob Zumas erzählt, zeichnet den zunehmenden Zerfall einer weißen Familie auf einer Farm außerhalb von Pretoria nach.

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»Ich bin wirklich zutiefst und in aller Bescheidenheit dankbar dafür«, sagte der 57-Jährige bei der Preisverleihung in London am Mittwoch. Es war für ihn bereits die dritte Nominierung.

Der Titel seines Romans »The Promise« (Das Versprechen) bezieht sich auf die Zusage an eine schwarze Bedienstete der Familie, sie könne das Haus und den Grund, auf dem sie lebt, behalten. »Ich glaube, viele von uns hatten große Erwartungen an die Zukunft«, sagte Galgut dazu der BBC. Das kleine Stück Land repräsentiere nur eines von vielen enttäuschten Versprechen.

»Unglaubliche Originalität und flüssige Sprache«

Die Jury-Vorsitzende Maya Jasanoff würdigte die »unglaubliche Originalität und flüssige Sprache« des Romans, der »wirklich dicht an historischer und metaphorischer Bedeutung« sei. Das Buch verbinde »eine außergewöhnliche Geschichte, reichhaltige Themen und die Geschichte der vergangenen 40 Jahre Südafrikas in einem unglaublich gut geschriebenen Paket.«

Mit dem 1969 ins Leben gerufenen Booker Prize wird jedes Jahr der beste englischsprachige Roman ausgezeichnet. Der Gewinner erhält ein Preisgeld von 50.000 Pfund – umgerechnet 59.000 Euro.

Der Booker Prize wurde erstmals 1969 verliehen. Vor 2014 durften nur Bücher von Autorinnen und Autoren aus dem Vereinigten Königreich, Irland oder den Commonwealth-Staaten ausgewählt werden. Seit der Öffnung für alle in englischer Sprache verfassten Romane gewannen zweimal Titel amerikanischer Autoren. 2020 war der Preis an den in New York lebenden Schotten Douglas Stuart für seinen Roman »Shuggie Bain« gegangen.

oka/AFP/dpa
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