Box Office Mexikanische Herbstsonne

Mit dem blutrünstigen Schießerei-Spektakel "Irgendwann in Mexiko" kommt allmählich Leben in den herbstlichen US-Kinomarkt. Der dritte Teil der Trilogie von Regisseur Robert Rodriguez spielte an seinem Startwochenende 24 Millionen Dollar ein und setzte sich an die Spitze der Charts.


Rodriguez-Film "Irgendwann in Mexiko", Darsteller Depp, Banderas

Rodriguez-Film "Irgendwann in Mexiko", Darsteller Depp, Banderas

New York - Mit "Irgendwann in Mexiko" ("Once Upon A Time In Mexico") kommt offenbar Bewegung in den lahmen Herbstbeginn in den nordamerikanischen Kinocharts. Der dritte Teil der blutigen Mexiko-Trilogie von Kultregisseur Robert Rodriguez ("El Mariachi", "Desperado") spielte nach seinem US-Start am vergangenen Freitag 24 Millionen Dollar ein. Das ist mehr als dreimal so viel wie die Nummer eins der Vorwoche, "Dickie Roberts: Former Child Star" eingebracht hatte (sieben Millionen).

In "Irgendwann in Mexiko" spielt Johnny Depp den korrupten CIA-Agenten Sands. Dieser trachtet einem General nach dem Leben, der in einen geplanten Putsch gegen die mexikanische Regierung verwickelt ist. Der CIA-Agent beauftragt Mariachi (Antonio Banderas) mit dem Mord und setzt damit eine Kette äußerst blutiger Ereignisse in Bewegung. Der Film, der am 25. September in die deutschen Kinos kommt ist der aufwändigste und actionreichste Teil der Trilogie. Für Johnny Depp ist es die zweite Nummer eins in Folge. Der in Frankreich lebende US-Schauspieler, der im Gegensatz zu Banderas in "Desperado" nicht mitgespielt hatte, hatte erst vor kurzem mit dem Freibeuter-Spektakel "Fluch der Karibik" die Kinos gefüllt. Amerikanische Kritiker sehen in dem Popularitätsschub, den Depp derzeit genießt, einen Grund für den guten Start von "Irgendwann in Mexiko".

Ridley Scotts Actionkomödie "Tricks" ("Matchstick Men"), die am Donnerstag (18. September) auch in Deutschland anläuft, landete an ihrem Premierenwochenende auf Platz zwei und setzte 13,3 Millionen Dollar um. Nicolas Cage spielt darin einen Betrüger, dessen Leben aus den Fugen gerät, als plötzlich eine Tochter auftaucht, von deren Existenz er nicht wusste. Rang drei belegt der ebenfalls neu gestartete Horrorfilm "Cabin Fever" (8,5 Millionen Dollar), gefolgt vom Chartführer der Vorwoche, "Dickie Roberts", der nur noch fünf Millionen Dollar umsetzen konnte.

Disneys "Fluch der Karibik" hält sich bereits seit zehn Wochen unter den Top Ten und rangiert nun auf Platz fünf. Mittlerweile spielten die "Pirates Of The Carribean" rund 288 Millionen Dollar ein und liegen damit gleich hinter dem bisher umsatzstärksten US-Film des Jahres, dem Zeichentrickfilm "Findet Nemo", ebenfalls eine Disney-Produktion.

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