Beschluss des Bundestags Blinde und Sehbehinderte sollen besseren Zugang zu Literatur bekommen

In Deutschland sind Schätzungen zufolge nur fünf Prozent der veröffentlichten Literatur für Blinde und Sehbehinderte zugänglich. Das soll sich nun mit einem Beschluss des Bundestages zum Urheberrecht ändern.
Roman in Brailleschrift

Roman in Brailleschrift

Foto: Hendrik Schmidt/ dpa

Blinde und sehbehinderte Menschen in Deutschland sollen einen besseren Zugang zu Literatur erhalten. Deshalb wird Betroffenen sowie Blindenbibliotheken jetzt das Recht eingeräumt, ohne Zustimmung des Urhebers barrierefreie Kopien literarischer Werke herzustellen - also Hörbücher oder Bücher in Blindenschrift. Eine entsprechende Änderung des Urhebergesetzes hat der Bundestag am späten Donnerstagabend verabschiedet .

Das Parlament setzt damit den Vertrag von Marrakesch aus dem Jahr 2013 um. Dieser regelt die barrierefreie Verfügbarkeit von urheberrechtlich geschützten Werken auf internationaler Ebene. In Deutschland sind Schätzungen zufolge derzeit nur fünf Prozent der veröffentlichten Literatur für Blinde und Sehbehinderte zugänglich.

Mehr über den Erfinder der Blindenschrift, Louis Braille, erfahren Sie hier. Mehr dazu, wie sich Blinde im Internet zurechtfinden, können Sie hier nachlesen. Und ein Porträt der blinden und tauben US-Autorin Helen Keller finden Sie hier.

aar/dpa