Basierend auf Roman über häusliche Gewalt Bestsellerautorin Colleen Hoover will nun doch kein Malbuch herausbringen

Pastelltöne für die Malbuchversion eines Romans über eine toxische Beziehung? Das war selbst den Fans der erfolgsverwöhnten US-Bestsellerautorin Colleen Hoover zu viel.
Colleen Hoover: Die Königin der Schmalzliteratur hat den Bogen überspannt

Colleen Hoover: Die Königin der Schmalzliteratur hat den Bogen überspannt

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Aktuell steht Colleen Hoovers Roman »Nur noch ein einziges Mal« auf Platz zwei der SPIEGEL-Bestsellerliste für Taschenbücher, bis vergangene Woche residierte es dort auf Platz eins. Im vergangenen Jahr erschien ein Sequel, eine Verfilmung ist ebenfalls im Gespräch. Und auch noch ein Malbuch, das auf dem Roman basiert, kündigte die Autorin Anfang der Woche begeistert an. Darauf allerdings reagierten selbst ihre Fans säuerlich.

»Ich finde, Sie treiben es mit der Kommerzialisierung des Buches zu weit«, schrieb ihr jemand auf Instagram. Auch die Tatsache, dass es sich zwar um ein Rührstück handelt, das sich aber auch um häusliche Gewalt dreht, kam bei den Lesern nicht gut an . »Das ist ekelhaft«, schrieb eine andere Leserin. »Wie kann man einen Roman über Missbrauch in etwas so Leichtherziges wie ein Malbuch verwandeln wollen?«

Hoovers Reaktion kam schnell: »Ich habe Euch gehört und stimme Euch zu«, schrieb Hoover über Instagram. »Ich habe die Verleger kontaktiert und ihnen gesagt, dass ich es bevorzugen würde, nicht mit den Plänen fortzufahren.« Kurz darauf reagierte auch der Verlag Atria Books und gab bekannt, das Buch werde nicht erscheinen.

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