Shortlist für den "Roman des Jahres" Diese sechs Titel haben noch Chancen auf den Deutschen Buchpreis

Drei Autorinnen und drei Autoren können noch hoffen, die wichtigste Auszeichnung für deutschsprachige Romane zu erlangen: Ihre Bücher stehen auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis.

Urban Zintel

Zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse, dieses Jahr am 14. Oktober, zeichnet die Stiftung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels den deutschsprachigen "Roman des Jahres" mit dem Deutschen Buchpreis aus.

Sieben von Jahr zu Jahr wechselnde Juroren wählen unter den von den Verlagen eingereichten und eventuell auch nachgeforderten Romanen zunächst 20 aus, aus denen dann eine Shortlist mit sechs Titeln ausgewählt wird. Der Preisträger erhält 25.000 Euro, die übrigen fünf Autoren der Shortlist erhalten jeweils 2.500 Euro.

Diese sechs Titel stehen 2019 auf der Shortlist:

Damit hat die Jury unter dem Vorsitz des freien Literaturkritikers Jörg Magenau zwischen den Geschlechtern der Autorinnen und Autoren die Balance gewahrt. Und auch unter den Verlagen keinen zweimal bedacht. Traditionsreiche Häuser wie Rowohlt oder Suhrkamp sind allerdings bereits aus dem Rennen.

Jurysprecher Magenau betonte, die sechs Romane auf der Shortlist könnten "formal und stilistisch und in ihrer Klangfarbe unterschiedlicher nicht sein". Dennoch eine sie ein großes Thema: "In allen geht es um familiäre Zusammenhänge, um den Ort in der globalen Welt, von dem aus das eigene Dasein zu begreifen ist."

Mit Raphaela Edelbauer, Miku Sophie Kühmel und Tonio Schachinger haben es gleich drei Debütanten auf die Shortlist geschafft, alle drei erst in den Neunzigerjahren geboren. Die Jury mutmaßt, der sich damit andeutende Generationenwechsel habe vielleicht damit zu tun, dass die Jüngeren bei Themen wie der problematisch gewordenen Identität des Mannes genauer hinschauten.

Sasa Stanisic (2006 mit "Wie der Soldat das Grammofon repariert" unter den letzten Sechs) und Norbert Scheuer (2009 Finalist mit "Überm Rauschen") sind jeweils zum zweiten Mal auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis vertreten. Vier der Finalisten leben in Deutschland, zwei in Österreich.

Im vergangenen Jahr hatte Inger-Maria Mahlke mit "Archipel", einer Familiengeschichte aus Teneriffa, den Deutschen Buchpreis gewonnen.

feb

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medfield,ma 17.09.2019
1. Herkunft...
...ist ein tolles Buch! Sicherlich preiswürdig!
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