Entertainer wird 65 Harald Schmidt bekommt 272 Euro Rente

Harald Schmidt wird bald 65 – und kennt seine Rentendaten. Weil er meist freiberuflich arbeitete, habe er nur 15 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt. Aber was dabei rauskommt, will er »knallhart« kassieren.
Entertainer Schmidt: »Deal mit dem Staat«

Entertainer Schmidt: »Deal mit dem Staat«

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Rudolf Gigler / IMAGO

Harald Schmidt bekommt 272 Euro Rente. »Die kassier ich auch knallhart, ich hab ja einbezahlt, das steht mir zu«, sagte der Entertainer und Schauspieler der Deutschen Presse-Agentur in Köln. »Das ist ja kein Almosen, das ist ein Deal, den ich mit dem Staat gemacht habe. Her damit!« Er sei zwar die meiste Zeit Freiberufler gewesen, aber er habe »15 Jahre voll eingezahlt«, was ihn immerhin zu dieser »Mini-Rente« berechtige.

Schmidt äußerte sich anlässlich seines am Donnerstag (18. August) anstehenden 65. Geburtstags. Der in einem streng katholischen Elternhaus in Baden-Württemberg aufgewachsene Sohn von Heimatvertriebenen verdiente sich einst sein erstes eigenes Geld als Kirchenorganist, nach dem Zivildienst lernte er Schauspiel in Stuttgart.

Zur entscheidenden Lehrphase wurde ab 1984 ein Engagement am Düsseldorfer Kom(m)ödchen, wo er sein kabarettistisches Talent ausprägte und sich für das Fernsehen den letzten Schliff holte. Ab 1988 moderierte er »MAZ ab!«, ab 1990 gemeinsam mit Herbert Feuerstein »Schmidteinander« und ab 1992 die – jedoch viel kritisierte – Abendshow »Verstehen Sie Spaß?«.

Fernsehgeschichte schrieb Harald Schmidt aber von 1995 an als Late-Night-Moderator der »Harald Schmidt Show« auf Sat.1. Auf dem Höhepunkt seines Erfolgs durfte Schmidt schalten und walten, wie er wollte. »Mein Größenwahn ist, dass ich mich für den größten Entertainer der Zeitgeschichte halte«, sagte er in dieser Zeit dem »Stern«. Erfolge, an die er bei späteren Stationen in der ARD oder bei Sky nicht mehr anknüpfen konnte – und irgendwann auch nicht mehr wollte.

feb/dpa/AFP
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