Harbour Front Festival Albrecht Selge erhält Preis für bestes Debüt

Noch ein Berlinroman? Aber nein! In seinem Roman "Wach" erzählt Albrecht Selge die so eigenwillige wie unterhaltsame Geschichte eines "bürgerlichen Streuners". Dafür wurde der Autor nun beim Hamburger Harbour Front Festival mit dem Preis für das beste Debüt ausgezeichnet.

Albrecht Selge: "Bürgerlicher Streuner"
Reza Jan Mansouri

Albrecht Selge: "Bürgerlicher Streuner"


Hamburg - Einen "bürgerlichen Streuner" nennt Albrecht Selge die Hauptfigur seines Romandebüts "Wach". Darin erzählt er die Geschichte von August Kreutzer, der tagsüber in einer Shopping Mall arbeitet, nachts aber durch die Stadt streift.

Nun erhält der 1975 geborene Berliner dafür den auf dem Hamburger Harbour Front Literaturfestivals vergebenen Klaus-Michael Kühne-Preis für das beste literarische Debüt. Die Jury, der Thomas Andre ("Hamburger Abendblatt"), Stephan Draf ("Stern"), Inge Kutter ("Zeit Campus"), Stephan Lohr (NDR) und SPIEGEL-ONLINE-Mitarbeiter Sebastian Hammelehle angehörten, begründete ihre Wahl mit den Worten, Selge habe "mit 'Wach' einen Roman geschrieben, der so klug wie poetisch ein Bild des beginnenden 21. Jahrhunderts zeichnet."

Das Buch sei ein Versprechen, dass von dem Autor noch viel zu erwarten sei. Schließlich wisse Selge schon jetzt ganz genau, was er tut: "Mag sein Roman auch durchdrungen sein von kulturgeschichtlichen Verweisen, präsentiert er diese doch auf so spielerische Art, dass sich der Leser amüsiert und bestens unterhalten fühlt."

Der Kühne-Preis ist mit 5000 Euro dotiert und wird 2011 zum zweiten Mal vergeben. Im Jahr zuvor ging er an Inger-Maria Mahlke für den Roman "Silberfischchen".



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