"Harry Potter" Muggles vor Gericht

Sind die "Muggles" geklaut? Ein Gericht in New York hat sich des Plagiatvorwurfs gegen Joanne K. Rowling, Autorin der erfolgreichen "Harry Potter"-Romane, angenommen.


Namen geklaut? Bestseller-Autorin Rowling
DPA

Namen geklaut? Bestseller-Autorin Rowling

New York - Das Gericht will prüfen, ob die schottische Bestsellerautorin den Begriff "Muggles" aus einem Buch der amerikanischen Schriftstellerin Nancy Stouffer übernommen haben könnte. Stouffer macht Ansprüche auf Anteile aus den Gewinn der "Harry Potter"-Bände mit der Begründung geltend, dass sie das Copyright für den Begriff "Muggles" besitze. "Muggles" sind bei Joanne K. Rowling Menschen ohne Zauberkräfte, bei Stouffer aber winzige Geschöpfe ohne Haare, Überlebende eines nuklearen Holocaust. Die Ankündigung des amerikanischen Bundesrichters Allan G. Schwartz, den Plagiatsvorwurf von Nancy Stouffer in New York zu untersuchen, wurde von Rowling, ihrem amerikanischen Verlag Scholastic Inc. und Time Warner Entertainment Co. als Erfolg interpretiert. Stouffer hatte sich darum bemüht, den Prozess nach Philadelphia zu holen, wo sie ein eigenes Verfahren gegen Rowling angestrengt hat.

Ungeachtet der gerichtlichen Ermittlung feiern die ersten vier Bände der "Harry Potter"-Serie in den USA phänomenale Erfolge. Nach einer Erhebung des "Wall Street Journal" vom Freitag belegen die vier Titel mit dem jüngsten Band "Harry Potter und der Feuerkelch" an der Spitze seit Wochen die ersten vier Plätze der US-Bestsellerliste.



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