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Sachbücher Herz und Uterus

aus DER SPIEGEL 8/2021

Vor sechs Jahren begegnete der britische Autor Julian Barnes seinem Mann im roten Rock – einem bodenlangen Gewand – zum ersten Mal. Zu sehen war der eindrucksvolle Herr an einer Wand der Londoner National Portrait Gallery. Das lebensgroße Porträt, eine Leihgabe aus den Vereinigten Staaten, schlug Barnes in seinen Bann: Wer war dieser »Dr. Pozzi at Home«, dem der amerikanische Malerstar der Belle Époque, John Singer Sargent, einen so flamboyanten Auftritt gab?

Aus: DER SPIEGEL 8/2021

Gegen die Müllflut

In der Pandemie wachsen die Abfallberge auf Rekordhöhe. Die Zero-Waste-Bewegung will den schmutzigen Trend drehen. In vielen deutschen Städten entdecken Bürger neue Wege, um knappe Ressourcen zu schonen und Abfall zu vermeiden: mit Repaircafes, innovativen Recyclingverfahren, einem genügsamen Lebenstil.

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Die feinen Hände, das ließ sich schnell ermitteln, gehörten einem Gynäkologen. Ein »Modearzt« seiner Zeit, der sich unter anderem um den Bühnenstar Sarah Bernhardt kümmerte; ein Snob der besten französischen Gesellschaft mit zahllosen Affären. Aber auch ein ernster Mann der Wissenschaft. Ein Wohltäter, ein Humanist, ein Freund der Künste, ein wahrer Europäer. Und so geht es auf gut 300 Seiten nicht über Stock und Stein, jedoch über Perle und Schnupftuch, Herz und Uterus.

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Barnes, Julian

Der Mann im roten Rock

Verlag: Kiepenheuer&Witsch
Seitenzahl: 304
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Der 75-jährige Autor breitet die Ergebnisse seiner Recherche so elegant wie pointenreich vor dem Publikum aus, verliert allerdings oft den seidenen roten Faden, auf den er Anekdoten und Einsichten reiht. Für Freunde des gelehrten Schlenderns ein unbedingtes Vergnügen, für strukturierte Gemüter eine Herausforderung.

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