Hintergrund Die Gutenberg-Bibel

Nach seiner revolutionären Erfindung des Buchdrucks erstellte Johannes Gutenberg (zwischen 1397/1400-1468) das "Buch der Bücher".


Er vollendete die Bibel in seiner Mainzer Druckerei mit Johannes Fust und Peter Schöffer um 1455/56. Die in Lateinisch abgefasste Gutenberg-Bibel ist mit der eleganten Form der Schrifttypen, der harmonischen Geschlossenheit des Satzbildes und ihren farbigen Ornamenten ein unübertroffenes Meisterwerk der Druckkunst. Von den schätzungsweise 180 gefertigten Exemplaren wurden 150 auf Papier und 30 auf Pergament gedruckt. Für die Herstellung eines Exemplares auf Pergament wurden die Häute von rund 80 Schafen benötigt.

Fachleute gehen davon aus, dass heute noch weltweit 49 Gutenberg- Bibeln vollständig oder teilweise erhalten sind. Zu den wenigen ganz erhaltenen Pergamentausgaben gehört das jetzt digitalisierte Exemplar in der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen. Die übrigen befinden sich in London (British Library), Paris (Bibliothèque Nationale) und Washington (Library of Congress). Bei dem Exemplar in der Staatsbibliothek Berlin fehlen einige Seiten.



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