Hochdotierte Auszeichnung Rainald Goetz gewinnt Berliner Literaturpreis

Techno als Kraftquelle für Texte: Der Autor Rainald Goetz erhält den mit 30.000 Euro dotierten Berliner Literaturpreis. Damit soll sein Beitrag zur deutschen Gegenwartsliteratur gewürdigt werden. Die Jury lobte vor allem Goetz' Neugier und seinen "unbedingten Willen zur Zeitgenossenschaft".
Autor Goetz: Techno, Kunst und Diskurs

Autor Goetz: Techno, Kunst und Diskurs

Foto: Suhrkamp Verlag

Berlin - Der Schriftsteller Rainald Goetz erhält den mit 30.000 Euro dotierten Berliner Literaturpreis 2012. "Kaum ein zweiter Autor trifft Geist und Stimmung der Gegenwart, Lebensgefühl und Sound, mit solcher Präzision", urteilte die Jury. "Neugier und den unbedingten Willen zur Zeitgenossenschaft verbindet er mit der idiosynkratischen Abwehr des Aufdringlichen und Betriebshaften." Zu den Werken des 1954 in München geborenen Autors gehören Romane ("Irre"), Blogs ("Klage") und Theaterstücke ("Jeff Koons"). Als "Kraftquellen" seiner Texte nennt die Jury Techno, zeitgenössische Kunst und den intellektuellen Diskurs.

Mit dem Preis sollen Autoren geehrt werden, die mit ihrem literarischen Werk einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur geleistet haben. Bisherige Preisträger waren Thomas Lehr, Herta Müller, Durs Grünbein, Ilija Trojanow, Ulrich Peltzer, Dea Loher und Sibylle Lewitscharoff.

Die Auszeichnung der Stiftung Preußische Seehandlung ist mit der Heiner-Müller-Gastprofessur für deutschsprachige Poetik an der Freien Universität Berlin verbunden. Sie wird am 27. März im Roten Rathaus vom Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) verliehen.

hpi/dpa