Für »Afropäisch« Johny Pitts erhält Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung

Er reist in eine »schwarze Diaspora« in Europa, deren harte Realität meist unbemerkt bleibt: So begründet die Jury die Auswahl des britischen Essayisten Johny Pitts für den Leipziger Preis.
Johny Pitts

Johny Pitts

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Jamie Stoker / Jamie Stoker / Penguin / Suhrkamp

Der britische Essayist und Fotograf Johny Pitts erhält den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2021. Er werde für sein Buch »Afropäisch. Eine Reise durch das schwarze Europa« ausgezeichnet, teilte die Stadt Leipzig mit. Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert und zählt zu den wichtigsten Literaturauszeichnungen in Deutschland.

Pitts' Buch mit Reportagen und Essays sei eine Suche nach der postkolonialen Identität, die auch ihn selbst als Sohn einer weißen Arbeiterin aus Sheffield und eines schwarzen Soulsängers aus New York umtreibe. Er reise in eine »schwarze Diaspora« in Europa, deren harte Realität meist unbemerkt bleibe, begründete die Jury die Auswahl.

Der Preis soll zur Eröffnung der Leipziger Buchmesse am 26. Mai 2021 vergeben werden. Corona-bedingt wurde die Messe kommendes Jahr vom März in den Mai verschoben. Die Auszeichnung wird seit 1994 verliehen. Das Preiskuratorium bilden der Freistaat Sachsen, die Stadt Leipzig, der Börsenverein des Deutschen Buchhandels und die Leipziger Messe.

sak/dpa